{"id":2003,"date":"2010-11-29T11:12:45","date_gmt":"2010-11-29T10:12:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/?p=2003"},"modified":"2010-11-29T11:12:45","modified_gmt":"2010-11-29T10:12:45","slug":"die-wahlfangpolitik-der-svp-ist-aufgegangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2010\/11\/29\/die-wahlfangpolitik-der-svp-ist-aufgegangen\/","title":{"rendered":"Die Wahlfangpolitik der SVP ist aufgegangen"},"content":{"rendered":"<p><em>Medienmitteilung Gr&#252;ne Schweiz<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Gr&#252;nen stellen am heutigen Abstimmungssonntag konsterniert fest, dass der Verfassungsgrundsatz, wonach vor dem Gesetz alle gleich sind, erneut ersch&#252;ttert worden ist. Es war ein grosser Irrtum zu glauben, mit dem Gegenvorschlag k&#246;nne das Ja zur Initiative verhindert werden. Die Gr&#252;nen rufen nun die Mitte-Parteien auf, zu einer Politik zur&#252;ckzukehren, die den Diskriminierungskampagnen endlich Einhalt gebietet, der Verfassung und dem Rechtsstaat entspricht. Die Wahlfangpolitik der SVP muss gemeinsam bek&#228;mpft werden.<\/strong><\/p>\n<p>F&#252;r die Gr&#252;nen kommt das Ja zur Initiative einem Bruch mit dem Rechtsstaat und einem Verstoss gegen die Verfassung gleich. Mit der Annahme der Initiative wird die schon jetzt praktizierte Ungleichbehandlung der Migrantinnen und Migranten zus&#228;tzlich versch&#228;rft, weil sie jetzt in der Verfassung verankert wird.<\/p>\n<p>Leider hat der Gegenvorschlag nicht, wie von der Mitte mantra-m&#228;ssig bekr&#228;ftigt, der Initiative das Wasser abgetragen, sondern im Gegenteil der Stossrichtung der Initiative das Wasser noch zugetragen. Die Gr&#252;ne Partei war die einzige Partei, die konsequent und geschlossen das 2xNein vertreten hat und nicht in den fremdenfeindlichen Strudel der SVP geraten ist.<\/p>\n<p>Ein kleiner Lichtblick sind die Resultate in den meisten Westschweizer Kantonen, im Kanton Basel-Stadt und in vielen st&#228;dtischen Agglomerationen. Dort also, wo das Zusammenleben mit Migrantinnen und Migranten allt&#228;glich ist.<\/p>\n<p><strong>Problematische Umsetzung<\/strong><br \/>\nEs gilt jetzt, die Initiative v&#246;lkerrechtskonform und verh&#228;ltnism&#228;ssig umzusetzen, selbstverst&#228;ndlich in Einzelverfahren. Es braucht eine Ausf&#252;hrungsgesetzgebung, die die M&#228;ngel der Initiative behebt.<\/p>\n<p>Die Gr&#252;nen rufen alle vern&#252;nftigen politischen Kr&#228;fte auf, gemeinsam zu einer Politik zur&#252;ckzukehren, welche die Verfassung und den Rechtsstaat respektiert und die wirklichen Probleme analysiert und l&#246;st, anstatt Pseudo-Probleme heraufzubeschw&#246;ren und falsche L&#246;sungen zu versprechen. Nur wenn die Parteien gemeinsam die Wahlfangpolitik der SVP entlarven und sie bek&#228;mpfen, verliert sie ihre gef&#228;hrliche Wirkung.<\/p>\n<p><strong>Sch&#228;dlicher Steuerwettbewerb<\/strong><br \/>\nDie Gr&#252;nen bedauern auch das Nein zur Steuergerechtigkeitsinitiative. Mit einem Ja h&#228;tte der Missbrauch beim Steuerwettbewerb zu Lasten der tiefen und mittleren Einkommen bek&#228;mpft werden k&#246;nnen. Leider hat es der Bundesrat verpasst, Alternativen zur Steuergerechtigkeitsinitiative zu pr&#252;fen.<\/p>\n<p>Doch mit dem Nein zur Initiative ist das Problem nicht gel&#246;st. Die Gr&#252;nen verfolgen verschiedene Ans&#228;tze, sei es das &#8222;Modell Zehnder&#8220;, seien es Verbesserungen &#252;ber den Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen. Auch der anhaltende Druck auf die Liegenschaftspreise und Mietzinsen in den Tiefsteuergemeinden und -kantonen muss angegangen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medienmitteilung Gr&#252;ne Schweiz Die Gr&#252;nen stellen am heutigen Abstimmungssonntag konsterniert fest, dass der Verfassungsgrundsatz, wonach vor dem Gesetz alle gleich sind, erneut ersch&#252;ttert worden ist. Es war ein grosser Irrtum zu glauben, mit dem Gegenvorschlag k&#246;nne das Ja zur Initiative verhindert werden. 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