{"id":235,"date":"2008-11-09T18:06:29","date_gmt":"2008-11-09T16:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/?p=235"},"modified":"2008-11-09T18:06:29","modified_gmt":"2008-11-09T16:06:29","slug":"es-gibt-keine-sichere-atommuelllagerung-daher-atomausstieg-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2008\/11\/09\/es-gibt-keine-sichere-atommuelllagerung-daher-atomausstieg-jetzt\/","title":{"rendered":"Es gibt keine sichere Atomm&#252;lllagerung, daher: Atomausstieg jetzt!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gr&#252;ne lehnen die Standort-Vorschl&#228;ge der NAGRA f&#252;r ein Atomm&#252;lllager ab<\/strong><\/p>\n<p><em>Medienmitteilung Gr&#252;ne Schweiz<\/em><\/p>\n<p>Die globale Atomlobby hat bereits in mehreren Anl&#228;ufen versucht, die Entsorgung von hochradioaktivem M&#252;ll zu sichern. Bisher immer erfolglos. F&#252;r die Gr&#252;nen ist daher klar: Solange kein verbindliches Atomausstiegs-Szenario beschlossen ist, werden sie jedes Endlager bek&#228;mpfen.<\/p>\n<p>Die Entsorgung radioaktiver Abf&#228;lle ist bis heute ein weltweit ungel&#246;stes Problem. Radioaktive Abf&#228;lle haben Halbwertszeiten von Hunderttausenden von Jahren. W&#228;hrend dieser immensen Zeitspanne m&#252;ssen die hochgiftigen Stoffe sicher gelagert werden. Diese Aufgabe ist schier unl&#246;sbar. Alle bisherigen Anl&#228;ufe, Atomm&#252;ll &#8222;sicher&#8220; zu entsorgen, sind denn auch gescheitert:<\/p>\n<ul>\n<li>Atomm&#252;ll in der Tiefsee versenken: Der Grossteil der 6700 F&#228;sser mit radioaktivem Abfall, welche die Schweiz zwischen 1971 und 1982 versenkt hat, sind nach wenigen Jahren aufgebrochen. Geplant war eine Haltbarkeit von 1000 Jahren!<\/li>\n<li>Atomm&#252;ll in versiegten Erd&#246;lquellen lagern, wie beispielsweise in Russland: Radioaktive Substanzen steigen entgegen der Erwartungen aus der Tiefe auf und verseuchen das Grundwasser.<\/li>\n<li>Atomm&#252;ll wiederaufbereiten (Den Haag oder Sellafield): Insgesamt trat bisher in kleinen Dosen aus diesen beiden Anlagen mehr Radioaktivit&#228;t in die Umwelt aus als bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.<\/li>\n<li> Atomm&#252;ll mit Glas verschmelzen: Beispiele aus Osteuropa zeigen, dass das Endprodukt der Atomm&#252;ll-Verglasung durch &#228;tzende Bakterien, die st&#228;rker als S&#228;ure reagieren, angegriffen wird.<\/li>\n<li>Atomm&#252;ll in Keramikgef&#228;ssen aus Zirkon einschliessen: Wie das Wissenschaftsblatt &#8222;Nature&#8220; berichtet, halten die Keramik-Gef&#228;sse der Strahlung von hochradioaktivem Atomm&#252;ll nicht lange genug stand.<\/li>\n<li>Atomm&#252;ll in Salzminen versenken: In Hessen, Deutschland, trat entgegen aller Erwartungen Wasser in die Salzmine ein. Das Grundwasser ist verseucht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wieso sollten wir nun glauben, dass die Lagerung im Opalinuston besser funktioniert? Unsere Skepsis ist doppelt begr&#252;ndet. Sowohl die &#8222;Nationale Genossenschaft f&#252;r die Lagerung von Atomm&#252;ll&#8220; als auch die geologischen Experten sind verquickt mit den AKW-Betreibern. Diese Situation ist in Anbetracht des Risikos inakzeptabel.<\/p>\n<p>Es gibt nur eine L&#246;sung: Es darf nicht noch mehr Atomm&#252;ll produziert werden! Das bedingt einen m&#246;glichst raschen Atomausstieg. Die heutigen AKW m&#252;ssen und k&#246;nnen nach Ablauf der Betriebszeit durch Gr&#252;nen Strom und Energieeffizienz ersetzt werden. Wenn die Atomkraftwerkbetreiber die Entsorgungskosten selbst zahlen m&#252;ssten, w&#228;ren sicherlich auch sie dieser Meinung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr&#252;ne lehnen die Standort-Vorschl&#228;ge der NAGRA f&#252;r ein Atomm&#252;lllager ab Medienmitteilung Gr&#252;ne Schweiz Die globale Atomlobby hat bereits in mehreren Anl&#228;ufen versucht, die Entsorgung von hochradioaktivem M&#252;ll zu sichern. Bisher immer erfolglos. F&#252;r die Gr&#252;nen ist daher klar: Solange kein verbindliches Atomausstiegs-Szenario beschlossen ist, werden sie jedes Endlager bek&#228;mpfen. 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