{"id":33,"date":"2007-11-25T19:48:06","date_gmt":"2007-11-25T17:48:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2007\/11\/25\/abschluss-des-wahljahrs-mit-doppelter-svp-niederlage\/"},"modified":"2007-11-25T19:48:06","modified_gmt":"2007-11-25T17:48:06","slug":"abschluss-des-wahljahrs-mit-doppelter-svp-niederlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2007\/11\/25\/abschluss-des-wahljahrs-mit-doppelter-svp-niederlage\/","title":{"rendered":"Abschluss des Wahljahrs mit doppelter SVP-Niederlage"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem heutigen Sonntag geht das Eidgen&#246;ssische Wahljahr 2007 endg&#252;ltig zu Ende. F&#252;r einmal mit einer doppelten SVP-Niederlage: Sowohl im Kanton Z&#252;rich als auch im Kanton St. Gallen schafften zwei national sehr bekannte Vertreter der st&#228;rksten Partei die Wahl in den St&#228;nderat nicht. Ueli Maurer, der abtretende SVP-Pr&#228;sident, zog gegen die gr&#252;nliberale Ex-Regierungsr&#228;tin Verena Diener den K&#252;rzeren. Toni Brunner, SVP-Vizepr&#228;sident, -Nachwuchshoffnung und -Jungstar, konnte die beiden bisherigen Standesvertreter in St. Gallen nicht gef&#228;hrden, da CVP und FDP nun gemeinsam antraten und die Linke dieses P&#228;ckli unterst&#252;tzte. <\/p>\n<p>Was l&#228;sst sich daraus schliessen? Ganz einfach: Die SVP schafft es zwar in diversen Kantonen, zu denen Z&#252;rich und mittlerweile auch St. Gallen z&#228;hlen, aus Wahlen als st&#228;rkste Partei hervorzugehen. 30 oder gar 40% W&#228;hleranteil k&#246;nnen aber nicht dar&#252;ber hinwegt&#228;uschen, dass die anderen 60-70% nicht SVP w&#228;hlen und auch nicht bereit sind, sich von deren Politikern vertreten zu lassen. So gelang es zum Beispiel Verena Diener trotz einiger Querelen im Vorfeld problemlos, die Links- und die Mitte-Stimmen zu holen, w&#228;hrend Maurer ein Grossteil der FDP-Stimmen offensichtlich versagt blieben. St&#228;nderatswahlen sind Personenwahlen und hier kann auch der Pr&#228;sident der st&#228;rksten Partei der Schweiz unterliegen. Das Muster wiederholt sich: Sehr bekannter, aber auch ebenso polarisierender SVP-Kandidat unterliegt gegen Vertreterin einer Kleinpartei, die alle SVP-Gegner hinter sich zu scharen vermag; so wie 1987 Christoph Blocher gegen die LdU-Vertreterin Monika Weber unterlag, so muss nun 20 Jahre sp&#228;ter Ueli Maurer der Gr&#252;nliberalen Verena Diener den Vortritt resp. Zutritt ins St&#246;ckli lassen. Fazit: Mit einer polarisierenden, kompromisslosen, populistischen und polternden Art des Politisierens kann man vielleicht Bundesrat werden, aber niemals St&#228;nderat im Kanton Z&#252;rich!<\/p>\n<p>Aus gr&#252;ner Sicht kann man sich &#252;ber die Wahl Dieners nur freuen, denn die Alternative w&#228;re ja f&#252;rs Klima sicher nicht besser gewesen. Mit der gr&#252;nliberalen Diener und den beiden neuen gr&#252;nen St&#228;nder&#228;ten Robert Cramer (GE) und Luc Recordon (VD) k&#246;nnen im St&#246;ckli nun schon 3 oder (hoffentlich) immerhin 2,5 Gr&#252;ne mitbestimmen. Hinzu kommt eine 21-k&#246;pfige Nationalratsfraktion. Wahrlich, eine zu vernachl&#228;ssigende Kleinpartei ist die Gr&#252;ne Partei der Schweiz nach diesem Wahljahr definitiv nicht mehr! Es wird Zeit, dass die anderen Parteien dies symbolisch anerkennen, indem sie die Gr&#252;nen nun in den Turnus des Nationalratspr&#228;sidiums einf&#252;gen. Mit Maya Graf steht eine valable Kandidatin bereit. Mit Luc Recordon schlagen die Gr&#252;nen zudem einen Kandidaten f&#252;r den Bundesrat vor, damit das Justizministerium keine weitere Legislatur in den H&#228;nden eines f&#252;r dieses sensible Amt h&#246;chst ungeeigneten Mannes bleiben m&#252;sste. Es steht zu bef&#252;rchten, dass die Mitteparteien dieses Angebot ausschlagen werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem heutigen Sonntag geht das Eidgen&#246;ssische Wahljahr 2007 endg&#252;ltig zu Ende. F&#252;r einmal mit einer doppelten SVP-Niederlage: Sowohl im Kanton Z&#252;rich als auch im Kanton St. Gallen schafften zwei national sehr bekannte Vertreter der st&#228;rksten Partei die Wahl in den St&#228;nderat nicht. 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