{"id":3551,"date":"2012-11-15T20:22:09","date_gmt":"2012-11-15T19:22:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=1206"},"modified":"2012-11-19T09:52:57","modified_gmt":"2012-11-19T08:52:57","slug":"mattenhof-weshalb-das-referendum-wichtig-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2012\/11\/15\/mattenhof-weshalb-das-referendum-wichtig-ist\/","title":{"rendered":"Mattenhof: Weshalb das Referendum wichtig ist"},"content":{"rendered":"<p>Die Gemeinde verkauft im Mattenhof direkt neben der S-Bahn-Haltestelle Land. Dort soll die Mobimo eine gr&#246;ssere &#220;berbauung realisieren.<\/p>\n<p>Es w&#228;re w&#252;nschenswert, wenn auch in Kriens und vor allem an derart zentraler Lage die Gemeinde generell kein Land mehr verkaufen w&#252;rde. Sie k&#246;nnte dieses im Baurecht abgeben oder mindestens daf&#252;r sorgen, dass eine Genossenschaft einen Teil davon bekommt oder sie k&#246;nnte als weitere M&#246;glichkeit dem K&#228;ufer Auflagen machen, dass ein Teil des Grundst&#252;ckes f&#252;r den preisg&#252;nstigen Wohnungsbau reserviert wird. Obwohl Kriens eine lange genossenschaftliche Tradition hat (vorangetrieben auch von den Liberalen), ist man heute von solchen Grunds&#228;tzen leider weit entfernt. <\/p>\n<p>Nun bekommt also ein renditeorientiertes Unternehmen zu einem sagenhaft g&#252;nstigen Preis den Zuschlag:<br \/>\n1. Die Mobimo wird ihre Geb&#228;ude zu dem Preis verkaufen oder vermieten, den der Markt hergibt. Weshalb hier die Gemeinde das Land zu einem Preis verkaufen soll, den alle Parteien im Einwohnerrat von g&#252;nstig bis zu Discount-Preis titulierten, ist schleierhaft.<\/p>\n<p>2. Weshalb bezahlt man in der Kuonimatt mittlerweilen 1000 Franken f&#252;r den Quadratmeter f&#252;r ein Einfamilienhaus-Grundst&#252;ck und in Horw gar 10&#8217;000 Franken f&#252;r ein Grundst&#252;ck f&#252;r gehobenes Wohnen beim Bahnhof? Wie der tiefe Preis von 800 Franken beim Mattenhof zu Stande kam, ist nicht nachvollziehbar. Da h&#228;tte h&#228;rter verhandelt werden sollen.<\/p>\n<p>3. Man hat ein paar Klauseln eingef&#252;gt, die die Gemeinde bei einem Weiterverkauf am Gewinn beteiligen soll. Doch die Vorgaben sind l&#246;chrig wie ein Emmentaler K&#228;se. Beispiel: Sobald die Mobimo zu bauen beginnt, verf&#228;llt diese Gewinnbeteiligung. Man baut also ein paar Betonw&#228;nde hin und schon ist die Gemeinde aus dem Spiel.<\/p>\n<p>4. Der Preis wurde auf der Basis einer &#252;berwiegenden Nutzung f&#252;r B&#252;ro und Gewerbe berechnet. Doch schon bald k&#246;nnte es dort haupts&#228;chlich eine Wohnnutzung geben &#8211; wie bei anderen vorangegangen Beispielen &#8211; und dies w&#252;rde einen h&#246;heren Preis rechtfertigen. Dazu gibt es aber keine Schutzklauseln oder Beteiligung der Gemeinde am Mehrwert.<\/p>\n<p>5. Die Gemeinde beschreibt den Mattenhof selber als Filetst&#252;ck. Nicht unberechtigt: Nebenan ist eine S-Bahnhaltestelle, die bald im Viertelstundentakt bedient wird. Ein Autobahnanschluss befindet sich in unmittelbarer N&#228;he, die Allmend bietet viel Gr&#252;nraum und eine neue Veloachse bindet das Gebiet an die Stadt Luzern an. Niemand aber bietet Filetst&#252;cke zu Billigpreisen an. <\/p>\n<p>Es lohnt sich also, wenn sich die Stimmbev&#246;lkerung mit diesem Verkauf besch&#228;ftigt und eine breite Diskussion einsetzt, wer an einer solchen Lage bauen soll und wer von der Gemeinde zu welchem Preis Land kaufen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gemeinde verkauft im Mattenhof direkt neben der S-Bahn-Haltestelle Land. Dort soll die Mobimo eine gr&#246;ssere &#220;berbauung realisieren. Es w&#228;re w&#252;nschenswert, wenn auch in Kriens und vor allem an derart zentraler Lage die Gemeinde generell kein Land mehr verkaufen w&#252;rde. 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