{"id":3770,"date":"2013-07-01T09:03:47","date_gmt":"2013-07-01T08:03:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/?p=3770"},"modified":"2013-07-01T09:08:50","modified_gmt":"2013-07-01T08:08:50","slug":"zhb-eine-chance-wird-vertan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2013\/07\/01\/zhb-eine-chance-wird-vertan\/","title":{"rendered":"ZHB: Eine Chance wird vertan"},"content":{"rendered":"<p><em>Leserbrief von Bernhard Kuonen, Mitglied der Gr&#252;nen Stadt Luzern.<br \/>\nAnmerkung der Redaktion: Bernhard Kuonens Meinung wird von den Gr&#252;nen Stadt Luzern nicht geteilt. Diese werden in den n&#228;chsten Tagen ihre Initiative zur Rettung der ZHB lancieren.<\/em><\/p>\n<p>Rot und gr&#252;ne Politiker, Heimat- und Denkmalsch&#252;tzer verhindern mit fadenscheinigen Argumenten, dass das Kulturgut &#8222;Buch&#8220; in Luzern endlich eine w&#252;rdige und funktionale Bleibe findet. Der Widerstand gegen einen Neubau einer neuen Kantonsbibliothek ist irrational. Die Gr&#252;nde, die gegen einen Abriss der in die Jahre gekommenen schmucklosen ZHB sprechen, sind fadenscheinig.<\/p>\n<p>Der Denk- und Heimatschutz findet immer einen Grund ein Geb&#228;ude, das &#228;lter als 20 Jahre ist, sch&#252;tzenswert zu finden. Selten stellen sich die meist militanten Repr&#228;sentanten dieser Gilde Fragen wie: erf&#252;llen die Geb&#228;ude noch ihren angedachten Zweck und ihre Funktionen? Haben alle Menschen Zutritt und k&#246;nnen sie barrierefrei nutzen? Geht die Geb&#228;ude sparsam mit Energie um? K&#246;nnen sie wirtschaftliche betrieben werden. Alles nicht so wichtig. Hauptsache, irgendeinem ber&#252;hmten verstorbenen Architekten, sei ein Denkmal gesetzt. (Ganz nebenbei alles Architekten, aber wen interessiert das schon). Rational ist dieser Spezies Mensch nicht beizukommen. <\/p>\n<p>Anders sieht es aus mit den rot gr&#252;nen Bedenkentr&#228;gern und den widerst&#228;ndigen Stadtm&#252;tter- und Stadtv&#228;ter gegen einen Neubau. Mann w&#252;rde meinen hier sollte rationaler Zugang m&#246;glich sein. Die ZHB wird auf drei Seiten von Strassen umfasst. Links- und rechtsseitig hat es Parkpl&#228;tze. Ein schmuckloser Zugang erschliesst das Geb&#228;ude. Die nordseitige Fassade, ein trauriger Anblick. Gegen S&#252;den schliesst ein kleiner &#8222;Park&#8220; an. Die schmucklose eher triste Rasenfl&#228;che, wird romantisiert als &#8222;V&#246;gelig&#228;rtli&#8220; bezeichnet. Sie dient den Gegnerinnen als argumentative Speerspitze gegen einen Neubau der ZHB. Besonders lauschig scheint der Platz offenbar darum zu sein, weil er umrandet wird von parkierten Autos. Zugegeben, Kinder finden im &#8222;V&#246;gelig&#228;rtli&#8220; einen der wenigen Spielpl&#228;tze in der Innenstadt. N&#252;chtern betrachtet, steht also ein abgewirtschaftetes Geb&#228;ude an einem st&#228;dtebaulichen interessanten Ort. Es braucht viel Ignoranz, darin nicht eine einmalige gestalterische Chance zu erkennen.<\/p>\n<p>Man stelle sich vor: in einem modernen, zweckm&#228;ssigen und architektonisch-schmucken Geb&#228;ude f&#228;nde das &#8222;Kulturgut&#8220; Buch einen w&#252;rdigen Platz f&#252;r die n&#228;chsten Jahrzehnte. Raum und Atmosph&#228;re erm&#246;glichten wissenschaftliches und kulturelles Schaffen.Menschen k&#246;nnten alle R&#228;ume barrierefrei benutzen. Saubere und effiziente Energie schafft ein behagliches Klima. Der Platz rund um das Geb&#228;ude autofrei. Die Gr&#252;nfl&#228;che belebt.  Kinder f&#228;nden die gewohnten Spielger&#228;te. V&#228;ter und M&#252;tter s&#228;ssen auf B&#228;nken und s&#228;hen einem Wasserspiel zu. Statt der Parkpl&#228;tze, nette und lauschige Restaurantg&#228;rten. Die Vorstellung liesse sich erweitern.<\/p>\n<p>Die unheilige Allianz zwischen Stadtv&#228;tern und -m&#252;ttern, Heimat-und Denkmalsch&#252;tzenden, rot und gr&#252;nen Stadtneurotikerinnen und -neurotiker wird sich leider durchsetzen wissen und diese einmalige st&#228;dtebauliche Chance vertun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leserbrief von Bernhard Kuonen, Mitglied der Gr&#252;nen Stadt Luzern. Anmerkung der Redaktion: Bernhard Kuonens Meinung wird von den Gr&#252;nen Stadt Luzern nicht geteilt. Diese werden in den n&#228;chsten Tagen ihre Initiative zur Rettung der ZHB lancieren. 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