{"id":5172,"date":"2016-12-18T19:02:53","date_gmt":"2016-12-18T18:02:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=2004"},"modified":"2016-12-18T19:02:53","modified_gmt":"2016-12-18T18:02:53","slug":"niemand-wollte-ueber-inhalte-sprechen-dann-halt-noch-einige-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2016\/12\/18\/niemand-wollte-ueber-inhalte-sprechen-dann-halt-noch-einige-zahlen\/","title":{"rendered":"Niemand wollte &#252;ber Inhalte sprechen \u2013 dann halt noch einige Zahlen"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche forderten wir, wieder Inhalte statt Zahlen ins Zentrum zu r&#252;cken. Das hat bisher nicht funktioniert, nach unserem Communiqu\u00e9 um eine Diskussion anzustossen, wohin dieser Kanton soll, war mindestens medial totale Funkstille.<br \/>\nSo versuche ich es nochmals mit Zahlen. F&#252;r uns Gr&#252;nen ist klar: Um die Finanzen ins Lot zu bringen, m&#252;ssen in unserem Kanton Gutverdienende einen h&#246;heren Beitrag leisten. Ich habe das auch in der Budgetdebatte betont und aufgezeigt, dass in unsem Kanton Personen mit tiefen Einkommen im schweizweiten Vergleich viel Steuern zahlen, Haushalte mit H&#246;chsteinkommen dagegen sehr wenig. Marcel Schwerzmann konterte, dass bei Tiefsteinkommen die Kopfsteuer halt die Statistik beeinflusse. Schauen wir die Zahlen einmal genauer an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-2005 size-full\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Rangliste_Steuern_Rentnerehepaar.jpg\" alt=\"rangliste_steuern_rentnerehepaar\" width=\"480\" height=\"289\" srcset=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Rangliste_Steuern_Rentnerehepaar.jpg 480w, http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Rangliste_Steuern_Rentnerehepaar-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>\u00a0\u00a0 Vergleichen wir einmal ein <strong>Ehepaar mit zwei Kindern<\/strong> in verschiedenen Kantonshauptorten in vergleichbaren Schweizer Kantonen. Die Tabelle zeigt die Rangliste innerhalb der 2408 Schweizer Gemeinden. Es ist unschwer zu erkennen, dass f&#252;r dieses Ehepaar die Stadt Luzern bei tiefen Einkommen unattraktiv ist, bei einem mittleren Einkommen von 100&#8217;000 Franken mittelm&#228;ssig\u00a0 und ab 200&#8217;000 Franken einen Spitzenplatz einimmt. Es handelt sich hier um Bruttoeinkommen, nicht um das steuerbare Einkommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2007\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Prozentuale_Belastung_Steuern_Verheiratet_2_Kinder.jpg\" alt=\"prozentuale_belastung_steuern_verheiratet_2_kinder\" width=\"480\" height=\"289\" srcset=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Prozentuale_Belastung_Steuern_Verheiratet_2_Kinder.jpg 480w, http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Prozentuale_Belastung_Steuern_Verheiratet_2_Kinder-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>Diese zweite Tabelle zeigt die prozentuale Belastung durch die Kantons- und Gemeindesteuern. Man sieht: Tats&#228;chlich ist die Steuerbelastung bei 50&#8217;000 Franken Bruttolohn fast null und der obige Vergleich nicht sehr aussagekr&#228;ftig. In Luzern muss dieses Ehepaar rund 250 Franken Steuern bezahlen. Doch die Tabelle macht ebenfalls klar: Bei einem Bruttoeinkommen von 100&#8217;000 Franken &#8211; das entspricht einem Monatslohn von 7&#8217;700 Franken &#8211; liegt Luzern im Mittelfeld gleichauf mit Aarau oder St. Gallen, in der Stadt Z&#252;rich wird einiges weniger bezahlt. Bei H&#246;chsteinkommen ist Luzern dagegen der g&#252;nstigste Standort. In Z&#252;rich sind die Kantons- und Gemeindesteuern einen Viertel h&#246;her, in Lausanne gar die H&#228;lfte h&#246;her.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2005\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Rangliste_Steuern_Rentnerehepaar.jpg\" alt=\"rangliste_steuern_rentnerehepaar\" width=\"480\" height=\"289\" srcset=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Rangliste_Steuern_Rentnerehepaar.jpg 480w, http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Rangliste_Steuern_Rentnerehepaar-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>Das gleiche Bild gilt f&#252;r ein<strong> Rentnerehepaar<\/strong>. Auch hier startet Luzern auf den hinteren R&#228;ngen im Gemeindevergleich und ist bei 50&#8217;000 Franken Einkommen fast gleichauf mit Lausanne und nur in Bern muss dieses Ehepaar mehr Steuern bezahlen als in Luzern. Beim Rentnerehepaar ist man schon bei 30&#8217;000 Franken Einkommen &#252;brigens weit &#252;ber dem Bereich der Kopfsteuer, die Steuerbelastung macht 2.97 Prozent aus. Das sind immerhin fast 1&#8217;000 Franken. Erstaunlich, dass bei einem monatlichen Einkommen von 2&#8217;500 Franken noch Steuern bezahlt werden m&#252;ssen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-2006\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Prozentuale_Belastung_Steuern_Rentnerehepaar.jpg\" alt=\"prozentuale_belastung_steuern_rentnerehepaar\" width=\"473\" height=\"310\" srcset=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Prozentuale_Belastung_Steuern_Rentnerehepaar.jpg 560w, http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Prozentuale_Belastung_Steuern_Rentnerehepaar-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/>Wenn wir jetzt noch die prozentuale Steuerbelastung dieses Rentnerehepaars anschauen, so wird deutlich: Auch hier startet es mit einem tiefen Einkommen in Luzern auf einer schlechten Position und profitiert dann, je h&#246;her das Einkommen ist. Auch hier liegt Luzern bei den h&#246;chsten Einkommen auf dem Spitzenplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat&#252;rlich &#8211; diese Steuerkurve ist politisch gewollt und kein Zufallsprodukt. Luzern will bei den Reichsten punkten.<\/p>\n<p>Aber wenn wir das ganze Finanzschlamassel anschauen &#8211; vielleicht w&#228;re jetzt der Zeitpunkt gekommen, diese ungleiche Verteilung einmal zu hinterfragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche forderten wir, wieder Inhalte statt Zahlen ins Zentrum zu r&uuml;cken. Das hat bisher nicht funktioniert, nach unserem Communiqu&eacute; um eine Diskussion anzustossen, wohin dieser Kanton soll, war mindestens medial totale Funkstille. So versuche ich es nochmals mit Zahlen. 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