{"id":5487,"date":"2018-03-21T12:47:47","date_gmt":"2018-03-21T11:47:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=2263"},"modified":"2018-03-21T12:47:47","modified_gmt":"2018-03-21T11:47:47","slug":"was-der-markt-richtet-und-was-er-anrichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2018\/03\/21\/was-der-markt-richtet-und-was-er-anrichtet\/","title":{"rendered":"Was der Markt richtet und was er anrichtet"},"content":{"rendered":"<p>Heute hat der <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-70173.html\">Bundesrat die Botschaft<\/a> zur Wohninitiative des Mieterinnen- und Mieterverbands verabschiedet. Im Communiqu\u00e9 dazu lobt er einmal mehr die Kr&#228;fte des Marktes, die soviel Gutes bezwecken k&#246;nnen. Die Initiative lehnt er ab, weil sie<span style=\"display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #454545; font-family: 'Frutiger Neue',Helvetica,Arial,sans-serif; font-size: 15.4px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 23.1px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;\"> &#8222;mit den Grunds&#228;tzen einer marktwirtschaftlichen Wohnungsversorgung nicht vereinbar&#8220; sei. Logisch, denn der Mieterinnen- und Mieterverband hat die Initiative gestartet, da der Markt weiterherum die Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht l&#246;st respektive vielen MarktteilnehmerInnen (= Wohnende) kein passendes Angebot zu vermitteln mag.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Wohnungsmarkt geht es um ein Gut, das gesch&#252;tzt werden muss. Mietende &#8211; aber auch Wohneigent&#252;mer &#8211; k&#246;nnen und wollen nicht einfach z&#252;geln, wenn das Marktangebot nicht mehr stimmt &#8211; respektive der Vermieter auf die Idee kommt, noch mehr Rendite herauszuholen und deshalb k&#252;ndigt oder eine Luxussanierung durchf&#252;hrt. Das nahe Schulhaus, Sportkolleginnen, Nachbarn, und &#8211; ich brauche den Begriff: Heimat &#8211; stehen auf dem Spiel.<\/p>\n<p><span style=\"display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #333333; cursor: text; font-family: 'Libre Franklin','Helvetica Neue',helvetica,arial,sans-serif; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;\">Und es geht um sehr hohe Betr&#228;ge: Brutto betragen die Mietkosten j&#228;hrlich rund 40 Milliarden Franken. In den letzten Jahren sind die Renditen der Vermieterinnen und Vermieter kontinuierlich gestiegen. Einige haben die Mieterinnen und Mieter an den tiefen Hypozinsen mit Mietzinssenkungen beteiligt, zu viele aber haben die Chance genutzt und die Mieten belassen oder bei einem Mieterwechsel kr&#228;ftig erh&#246;ht &#8211; der Markt gibt es ja her. Da lohnt es sich auch aus volkswirtschaftlichen Gr&#252;nden hinzuschauen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit der Wohninitiative hat der Mieterinnen- und Mieterverband ein Volksbegehren gestartet, das massvolle und bereits bekannte Instrumente vorschl&#228;gt. Sie helfen mit, die Genossenschaften zu st&#228;rken und ein besseres Gleichgewicht auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen.<\/p>\n<p>Ich freue mich auf die Diskussion und auf eine vertiefte Auseinandersetzung, wohin die Wohnpolitik des Bundes gehen soll. Mit dem lapidaren Hinweis auf den Markt wird der Bundesrat nicht durch die Debatte kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute hat der Bundesrat die Botschaft zur Wohninitiative des Mieterinnen- und Mieterverbands verabschiedet. Im Communiqu&eacute; dazu lobt er einmal mehr die Kr&auml;fte des Marktes, die soviel Gutes bezwecken k&ouml;nnen. Die Initiative lehnt er ab, weil sie &bdquo;mit den Grunds&auml;tzen einer marktwirtschaftlichen Wohnungsversorgung nicht vereinbar&ldquo; sei. 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