{"id":5889,"date":"2019-05-24T07:45:56","date_gmt":"2019-05-24T06:45:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=2667"},"modified":"2019-05-24T07:45:56","modified_gmt":"2019-05-24T06:45:56","slug":"ibiza-bestes-anschauungsmaterial-fuer-transparenz-und-gegen-verfilzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2019\/05\/24\/ibiza-bestes-anschauungsmaterial-fuer-transparenz-und-gegen-verfilzung\/","title":{"rendered":"Ibiza: Bestes Anschauungsmaterial f&#252;r Transparenz und gegen Verfilzung"},"content":{"rendered":"<p>Roger K&#246;ppel sinniert in der neuesten Weltwoche dar&#252;ber, dass bei uns die Korruption ebenso verbreitet sei, wie es das Strache-Video zeige. Dabei wirft er Kraut und R&#252;ben ineinander, spricht von Verwaltungsratsmandaten amtierender Parlamanterarier*innen, vom Einsitz von Alt-Bundesr&#228;t*innen in Verwaltungsr&#228;ten oder von der Vergabe von Wohnungen stadteigener Liegenschaftsverwaltungen. Und was angetrunkene Parlamentarier alles so im Verlauf eines Abends erz&#228;hlten, sei ja auch nicht ernst zu nehmen. Ein Chr&#252;sim&#252;si und dazu noch mit falschen Zutaten.<\/p>\n<p>Erstens: Ja es stimmt, hierzulande lacht oder sch&#252;ttelt man den Kopf allzuoft &#252;ber Parteispendenskandale im Ausland. Und merkt nicht, dass diese Vergehen in der Schweiz &#252;berhaupt nicht strafbar w&#228;ren. Wir tun uns sehr schwer mit Transparenz bei den Parteienfinanzen, Abstimmungs- und Wahlk&#228;mpfen. Da werden Mittel aus Quellen eingesetzt, die andernorts schlicht verboten sind. Ein grosser Mangelpunkt in unserer Demokratie.<\/p>\n<p>Zweitens: Nein, wir machen keine Hinterzimmergesch&#228;fte und sind zu Recht entsetzt, wenn solche auffliegen. Wir halten den Kampf gegen Korruption hoch und haben ein Submissionsgesetz, das &#246;ffentliche Auftr&#228;ge an strikte Vorgaben bindet. Einfach ein grosses Unternehmen von staatlichen Auftr&#228;gen auszuschliessen,\u00a0 wie es Strache vorschlug,\u00a0 weil es einem politisch nicht passt oder sonstwie schr&#228;g daherkommt,ist jenseits von Gut und B&#246;se. Die Sensibilit&#228;ten sind in diesem Bereich stark, nicht umsonst schlug der Postauto-Skandal so hohe Wellen. Klare Vergaben, transparente F&#252;hrung der staatlichen Buchhaltung und eine starke Oberaufsicht &#252;ber die Verwaltung sind bei uns verankert. Gut so.<\/p>\n<p>Drittens: Es sind die SVP und weitere B&#252;rgerliche, die sich gegen Transparenz bei der Parteienfinanzierung wehren, sich Zeitungen unter den Nagel reissen und die SRG als Garantin einer einigermassen unabh&#228;ngigen Berichterstattung anfeinden. Und es sind B&#252;rgerliche inklusive SVP, welche die Vermischung von Parlamentsmandaten und solchen aus der Wirtschaft aktiv f&#246;rdern und fordern.<\/p>\n<p>Egal, ob andere meinen, wir seien in der Schweiz genauso schlimm wie in &#214;sterreich oder genau so wenig schlimm: Wir bleiben gerne dran: \u00a0Transparenz der Parteienfinanzierung, Entflechtung von Politik und Lobbyismus, St&#228;rkung der Medien. Das ist zum Schutze der Demokratien in &#214;sterreich, Europa und der Schweiz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Roger K&ouml;ppel sinniert in der neuesten Weltwoche dar&uuml;ber, dass bei uns die Korruption ebenso verbreitet sei, wie es das Strache-Video zeige. Dabei wirft er Kraut und R&uuml;ben ineinander, spricht von Verwaltungsratsmandaten amtierender Parlamanterarier*innen, vom Einsitz von Alt-Bundesr&auml;t*innen in Verwaltungsr&auml;ten oder von der Vergabe von Wohnungen stadteigener Liegenschaftsverwaltungen. 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