{"id":6262,"date":"2021-03-29T17:49:13","date_gmt":"2021-03-29T16:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=3221"},"modified":"2021-03-29T17:49:13","modified_gmt":"2021-03-29T16:49:13","slug":"man-kann-sich-auch-selber-etwas-ernster-nehmen-und-seine-arbeit-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2021\/03\/29\/man-kann-sich-auch-selber-etwas-ernster-nehmen-und-seine-arbeit-machen\/","title":{"rendered":"Man kann sich auch selber etwas ernster nehmen \u2013 und seine Arbeit machen"},"content":{"rendered":"<p>In der Pandemie wurde der Ruf laut, dass unser Parlament seine Rolle wahrnehmen m&#252;sse und aktiver mitgestalten m&#252;sse. Nicht wenige Parlamentarier*innen selber ware3n dieser Meinung.\u00a0 Letztlich ist das Parlament diesem Ruf in den letzten Monaten sehr unterschiedlich nachgekommen. Teils mit unn&#246;tig lautem Aktivismus und Vorschl&#228;gen, die weder praktikabel noch dienlich waren, teils aber mit guter Arbeit um gerade auch die Situation leidender Branchen und vor allem der Menschen zu verbessern.<\/p>\n<p>Durch die Pandemie und der grossen Arbeit mit dem Covid 19 Gesetz und anderen Anpassungen kamen andere Gesch&#228;fte in Verzug. Besonders gelitten hat die Behandlung von Vorst&#246;ssen. Mit diesen kann das Parlament zeigen, dass es nicht nur Vorlagen des Bundesrates ber&#228;t, sondern auch eigene Ideen einbringt und dem Bundesrat Auftr&#228;ge erteilt. Besonders eindr&#252;cklich ist die Nichtbehandlung der Vorst&#246;sse aus dem Departement f&#252;r Umwelt, Energie, Verkehr und Kommunikation (UVEK). Wenn meine Z&#228;hlung stimmt, so haben wir seit der Herbstsession 2019 erst wieder im Herbst 2020 f&#252;nf Vorst&#246;sse behandelt und seither wiederum keine mehr. Das gibt nicht nur einen R&#252;ckstau, die Konsequenzen sind noch h&#228;rter: Vorst&#246;sse, die innert zwei Jahren nicht behandelt werden, werden nichtig. Sie m&#252;ssen neu eingereicht werden oder aber ihre Ideen stehen schlicht nicht mehr zur Diskussion. Wer also in den Bereichen des UVEK einen Vorstoss einreicht, muss heute mit gr&#246;sster Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass er den Weg ins Parlament nie schaffen wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3222\" src=\"https:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bild_Sondersession_2021-300x119.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"119\" srcset=\"https:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bild_Sondersession_2021-300x119.jpg 300w, https:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Bild_Sondersession_2021.jpg 634w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Traditionell nimmt sich der Nationalrat Anfang Mai Zeit, um in einer Sondersession einige Tage nachzuholen, wo er gegen&#252;ber dem St&#228;nderat in R&#252;ckstand geraten ist \u2013 dieser diskutiert weniger und ist schneller. Das w&#228;re eine Gelegenheit, m&#246;glichst viele Vorst&#246;sse zu behandeln und diese Inputs der Ratsmitglieder aufzunehmen. Urspr&#252;nglich war die Sondersession f&#252;r vier Tage vorgesehen. So sieht es auch noch auf der Vorschau aus. Wer aber das Programm &#246;ffnet, sieht: Die Sondersession endet bereits einen Tag fr&#252;her am 5. Mai, das Ratsb&#252;ro hat den letzten Tag gestrichen. Das Parlament vergibt so die M&#246;glichkeit, gerade die eigenen Ideen zu behandeln. Schade, denn so vergibt es eine Chance, dass Parlamentarier*innen nicht nur Vorst&#246;sse einreichen, sondern diese auch behandeln k&#246;nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Pandemie wurde der Ruf laut, dass unser Parlament seine Rolle wahrnehmen m&#252;sse und aktiver mitgestalten m&#252;sse. Nicht wenige Parlamentarier*innen selber ware3n dieser Meinung.\u00a0 Letztlich ist das Parlament diesem Ruf in den letzten Monaten sehr unterschiedlich nachgekommen. 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