{"id":937,"date":"2009-12-17T17:03:39","date_gmt":"2009-12-17T16:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/?p=937"},"modified":"2009-12-17T17:03:39","modified_gmt":"2009-12-17T16:03:39","slug":"die-initiative-fuer-den-schutz-vor-waffengewalt-ist-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2009\/12\/17\/die-initiative-fuer-den-schutz-vor-waffengewalt-ist-noetig\/","title":{"rendered":"Die Initiative f&#252;r den Schutz vor Waffengewalt ist n&#246;tig"},"content":{"rendered":"<p><em>Medienmitteilung Gr&#252;ne Schweiz<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Gr&#252;nen bedauern es sehr, dass der Bundesrat die Volksinitiative &#8222;f&#252;r den Schutz vor Waffengewalt&#8220; ablehnt. Es stimmt eben nicht, dass dem Schutz vor Waffenmissbrauch im aktuellen Waffengesetz ausreichend Rechnung getragen wird. Die 2,3 Millionen Feuerwaffen, die in Schweizer Haushalten lagern, sind ein klares Sicherheitsrisiko.<\/strong><\/p>\n<p>Von den 2,3 Millionen Feuerwaffen in Schweizer Haushalten sind 1,7 Millionen Milit&#228;rwaffen. 252\u2018000 Ordonnanzwaffen bei aktiven Soldaten, 1\u2018448\u2018000 bei ehemaligen Soldaten, ihren Angeh&#246;rigen und Nachkommen. Weitere 230\u2018000 Waffen sind private Repetier- und halbautomatische Waffen. Dazu kommen 350\u2018000 andersartige Privatwaffen.<\/p>\n<p>Viele Milit&#228;rwaffen liegen in Estrichen und Kellern herum; milit&#228;risch und sportlich sind sie nutzlos. Doch f&#252;r die Sicherheit der Menschen stellen sie ein grosses Risiko dar. Die leichte Verf&#252;gbarkeit von Waffen erh&#246;ht die Zahl von Suiziden, Mordtaten und vor allem Drohungen.<\/p>\n<p>Warum soll f&#252;r den Waffenbesitz kein Bedarfnachweis gelten? Wieso soll nicht ein F&#228;higkeitsnachweis gelten, wie ihn die J&#228;ger und die lizenzierten Sportsch&#252;tzen bereits kennen?<\/p>\n<p><strong>Wichtig f&#252;r Gewaltpr&#228;vention<\/strong><br \/>\nDie Volksinitiative stellt ein griffiges Instrument dar, um die leichtfertige Verbreitung von Feuerwaffen zu stoppen. Sie w&#252;rde verhindern, dass Angeh&#246;rigen der Armee beim Ausscheiden aus der Armee eine Feuerwaffen &#252;berlassen wird. Die Heimabgabe der Ordonnanzwaffe macht milit&#228;risch &#252;berhaupt keinen Sinn mehr. Die Verbannung von Schusswaffen aus dem Haushalt ist ein wichtiger Schritt zur Gewaltpr&#228;vention, auch was h&#228;usliche Gewalt betrifft. Dass das Einsammeln von Waffen funktioniert, beweisen die zahlreichen Erfahrungen in mehreren Kantonen.<\/p>\n<p>Ein zentrales Waffenregister, wie es die Volksinitiative fordert, h&#228;tte der Polizei die Chance gegeben, das Zuger Attentat zu verhindern. Weil ein solches sowohl f&#252;r die Pr&#228;vention als auch f&#252;r die Aufkl&#228;rung von zentraler Bedeutung ist, wird es auch vom Polizeibeamtenverband gefordert.<\/p>\n<p>Ein Verbot jeglichen Erwerbs von so genannten &#8222;Pump Action&#8220; und von Seriefeuerwaffen scheint dem Bundesrat ebenfalls nicht gerechtfertigt. Doch eine Pump Action macht weder f&#252;r die Jagd noch f&#252;r den Sport Sinn. Die Pump Action ist eine Rambo-Waffe f&#252;r Spinner und Killer. Auch der deutsche Bundestag hat nach dem Amoklauf von Erfurt im April 2002 den Erwerb und Besitz von Pump Actions grunds&#228;tzlich untersagt. Leider ist der Bundesrat in der Schweiz nicht zu diesem Schritt bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medienmitteilung Gr&#252;ne Schweiz Die Gr&#252;nen bedauern es sehr, dass der Bundesrat die Volksinitiative &#8222;f&#252;r den Schutz vor Waffengewalt&#8220; ablehnt. 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