Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2005

Schulische Sozialarbeit für die Stufen Kindergarten und Primarschule

Archiv: 25. Mai 2005

Postulat von Sibylle Wüthrich und L20 Fraktion

Soziale Entwicklungsfragen belasten die ganze Schule, den Unterricht und die einzelnen Lehrpersonen immer mehr. Öfters fallen Kinder bereits im Kindergarten und in den unteren Klassen der Primarschule aufgrund ihres Verhaltens auf. Lehrpersonen stossen an ihre Grenzen, wenn sie nicht auf professionelle Unterstützung durch Schulsozialarbeit bauen können. In Horw besteht besonders in der Schulsozialarbeit an der Unterstufe Handlungsbedarf, damit aufwendige und kostspielige Lösungsansätze wie z. B. Heimzuweisungen rechtzeitig erkannt und verhindert werden können.

Ab Schuljahr 2005/2006 werden an den Horwer Schulen erste Erfahrungen in der Schulsozialarbeit an der Sekstufe 1 gemacht werden können. Bereits liefern verschiedene Agglomerationsgemeinden und die Stadt Luzern fundierte Auswertungen über mehrjährige Schulische Sozialarbeit. Da Horw erst im August 2005 mit einem Pilotprojekt beginnt, erachten wir es als wichtig sich bereits heute mit der Schulsozialarbeit auf den Stufen Kindergarten und Primarschule auseinander zu setzen und die Auswertungen anderer Gemeinden einzubeziehen. Das Ende der Pilotphase der Sekstufe 1 abzuwarten und erst dann zu handeln, würde in den kommenden Jahren eine mögliche Qualitätseinbusse der Horwer Schulen zur Folge haben. Mit einer gut funktionierenden Schulsozialarbeit an der Unterstufe könnten sich sowohl Schüler/Innen wie auch Lehrpersonen besser auf ihr Kerngeschäft, den Unterricht, konzentrieren.

Im Sinne einer weitsichtigen Planung ersuchen wir den Gemeinderat die Einführung der Schulischen Sozialarbeit für die Stufen Kindergarten und Primarschule zu prüfen und ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.