Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2006

Vernetzter Naturraum

Archiv: 10. April 2006

Postulat von Brigitte Germann-Arnold L20 Fraktion

Ein kleiner, vernetzter Naturraum zwischen Krienser-, Bach-, Schulhaus- und Allmendstrasse ist bis heute von Bauten verschont geblieben. Dort sind Biotop-Typen von feuchten, mässig nährstoffreichen Wiesen über frische Glatthaferweiden bis hin zu ruderalen Dornenhecken zu finden. Sie dienen als ökologische Trittsteine oder Verbindungskorridore und tragen zur Erhaltung des Pflanzen- und Tierreichs bei.

Damit diese Lebensraumvernetzung erhalten bleibt und sich andere bedeutende Vernetzungslinien schliessen können, braucht es wenig Aufwertungs- und Vernetzungsmassnahmen. Zudem fordern wir eine naturverträgliche Nutzung des unbebauten Gebietes. Da diese Fläche heute als "Wohn- und Gewerbezone" ausgeschieden ist, verlangt die bevorstehende Zonenplanrevision eine neue Einzonung.

In diesem Zusammenhang bitten wir den Gemeinderat folgende Massnahmen zu prüfen:
  • weitere Bebauungen ev. durch einen Landerwerb verhindern und neue Gewerbebauten vermehrt im nahen "ESP-Gebiet" ansiedeln
  • bedeutungsvolle Vernetzungsachsen erhalten und nötige Aufwertungsmassnahmen herstellen
  • die heute noch unbebaute "Wohn- und Gewerbezone" zugunsten der Natur umzonen und mit einer Grünzone sichern
  • die Bedeutung dieser Vernetzungsachsen durch Anlegen eines Erlebnispfades für alle erlebbar machen.