Postulat: Hirschmattquartier als Begegnungszone gestalten
Archiv: 6. August 2006
Postulat von Philipp Federer und Christa Stocker Odermatt, namens der GB/JG-Fraktion
Begegnungszonen sind beliebt, fussgängerfreundlich und laden zum Flanieren und Verweilen ein. Die Erfahrung mit der Begegnungszone Bahnhofstrasse sind durchwegs positiv.
Das Hirschmattquartier (Zone innerhalb der Pilatus-, Obergrund- und Zentralstrasse) ist heute mehrheitlich eine 30-er Zone. Die Signalisation entspricht aber oft keiner 30-er Zone, sondern einer Begegnungszone. An vielen Strassen gibt es heute schon keine Zebrastreifen: Murbacher-, Sempacher-, Dornacher- und obere Habsburgerstrasse. Die Velostreifen sind oft lückenhaft oder fehlen. Viele PassantInnen und VerkehrsteilnehmerInnen sind durch die unklare Signalisation verunsichert. (Hat die Fussgängerin z. B. Vortritt, wenn sie die Strasse überquert, obwohl kein Fussgängerstreifen vorhanden ist? Muss der Fussgänger die Strasse am Zebrastreifen, der weit entfernt ist, überqueren?) Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Quartier ‐ ausser der Hirschmattstrasse ‐ als Begegnungszone eingerichtet ist und viele Vorteile einer Begegnungszone bereits gelebt werden, jedoch die entsprechende einheitliche Signalisation fehlt.
Am 8. Juni stimmte der Grosse Stadtrat dem B+A Neugestaltung Hirschmatt zu. Die Neugestaltung war mehrheitlich unbestritten, jedoch kritisierten verschiedene VotantInnen, dass eine Verkehrsplanung für das gesamte Quartier fehlt. Verschiedene Fraktionen sprachen sich für Tempo 30 auf der Hirschmattstrasse aus.
Wir bitten den Stadtrat zu prüfen, ob das Hirschmattquartier (ohne Hirschmattstrasse) als Begegnungszone gestaltet werden kann. Eine Begegnungszone Hirschmatt hätte klare Vorteile bezüglich Signalisation, Rechtssicherheit und Verkehrssicherheit und würde die Attraktivität des Quartiers als Flanier- und Begegnungsort verbessern.
