Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2006

Energiefragen auf der Allmend beantworten

Archiv: 31. August 2006

Dringliches Postulat von Katharina Hubacher namens der Fraktion der Grünen und Jungen Grünen

Auf der Allmend ist neben dem Ausbau des Messegeländes eine grosse Sportarena geplant. Aber weder bei der Ausschreibung der Sportarena noch bei den Vorgaben für die Messe wurde die Energiefrage angesprochen.

Alle anderen Städte in der Schweiz, die in den letzten Jahren grössere Stadien gebaut haben oder planen, haben eine Solarstromproduktion miteinbezogen. In Bern z. B. wurde auf dem Stade de Suisse das weltgrösste stadionintegrierte Sonnenkraftwerk installiert, das im ersten Betriebsjahr über 700 000 Kilowattstunden Solarstrom produzierte. Die Nachfrage nach Solarstrom ist höher als erwartet. Bereits vierzehn Monate nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks ist praktisch die gesamte Produktion ausverkauft. Zu den Käufern gehören vorab Privatkunden, namentlich Unternehmer, Familien und Einzelpersonen. Um die Nachfrage abzudecken, plant die Berner Kraftwerke BKW den Ausbau der Anlage, damit künftig die doppelte Menge Solarstrom geliefert werden kann.

Die Stadt Luzern trägt das Label "Energiestadt", und der Stadtrat hat sich wiederholt für energiesparsame Bauweisen ausgesprochen. Die Frage einer nachhaltigen und umweltschonenden Energieversorgung im neuen Stadion muss also dringend geklärt werden.

Wir bitten deshalb den Stadtrat, die alternative Energieversorgung in den heutigen und zukünftigen Gebäuden auf der Allmend bei der Projektvergabe als verbindliche Vorgabe vorzusehen. Insbesondere ist ein Solarkraftwerk zu prüfen. Neben der Solartechnologie sollen auch andere alternative Energietechnologien, wie Wärmerückgewinnung, eingesetzt werden.