Pilotprojekt "Integrative Schulung" durchführen
Archiv: 23. November 2006
Postulat von Christa Stocker Odermatt und Edith Lanfranconi-Laube namens der G/JG-Fraktion
Der Kanton gibt die Leitplanken für die Schulentwicklung vor. Zurzeit wird das Modell "Integrative Schulung (Rahmenkonzept zur sonderpädagogischen Förderung)" entwickelt. In naher Zukunft soll eine Mehrheit der heutigen Kleinklassen- und Sonderschulkinder im Klassenverband gefördert werden. Die Zahl der Kleinklassen und Spezialklassen wird sich
Für die Grüne Fraktion ist es unbestritten, dass es integrative und separative Schulangebote braucht, um alle Kinder bestmöglich fördern zu können. Andere Kantone, z. B. Nidwalden, haben Erfahrungen mit der "integrierten Förderung" gesammelt. Dort werden leistungsschwächere Kinder oder Kinder mit speziellen Bedürfnissen schon länger im Klassenverband durch Heilpädagoginnen oder TherapeutInnen betreut. Eine integrative Förderung darf für uns keine Sparmassnahme auf Kosten der Kinder sein. Sie muss pädagogisch breit abgestützt werden und durch gute Schulmodelle und Rahmenbedingungen für Kinder und Lehrpersonen überzeugen. Die Stadt Luzern ist die grösste Schulgemeinde des Kantons Luzern. Den Volksschulen fehlen umfassende Erfahrungswerte in Bezug auf integrative Schulung. An vielen Schulen im Kanton bestehen schon integrative Schulungsformen, zum Beispiel Integrierte Förderung (IF) und Integration von Kindern mit Behinderung; diese wurden aber nicht evaluiert.
Wir bitten den Stadtrat, ein Pilotprojekt mit integrativer Schulung in der Stadt Luzern durchzuführen, um Erfahrungen zu sammeln. Der Pilot soll sorgfältig begleitet und evaluiert werden.
