Ein Konzept zur Förderung der Gesundheit im Alter 60 plus
Archiv: 13. März 2007
Motion von Agatha Fausch Wespe und Edith Lanfranconi-Laube namens der G/JG-Fraktion
Ausgangslage
Ein Viertel der städtischen Bevölkerung ist über 60 Jahre alt. In Luzern leben mehr ältere Menschen als in anderen Schweizer Städten. Der Grossteil ist bei guter Gesundheit und ökonomisch unabhängig. Für diese Altersgruppe sind Gesundheit, soziale Vernetzung und Beteiligung am kulturellen Leben die beste Altersvorsorge.
Die Generation 60 plus verliert mit dem Loslassen beruflicher und familiärer Tätigkeit wichtige Einbindungen in die Gesellschaft. Diese Generation ist mit zunehmendem Alter häufig mit Verlusten durch Tod in Familie und im Freundeskreis konfrontiert. In dieser Zeit von Übergängen und Umbrüchen sind körperliche Gesundheit, psychisches Gleichgewicht und soziale Integration von grosser Bedeutung. Zufriedene und gesunde ältere Menschen bedeuten auch für das Gesundheitswesen geringere Kosten. Es ist Aufgabe der Stadt, Konzepte und Infrastruktur für eine ganzheitliche Förderung der Gesundheit im Alter zur Verfügung zu stellen.
Ziele und Mittel
Die Generation 60 plus soll bei der Förderung ihrer Gesundheit unterstützt werden. Wir verlangen, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat ein Konzept zur ganzheitlichen Förderung von Gesundheit für die Generation 60 plus erarbeitet und entwickelt. Dieses soll auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Generation 60 plus eingehen. Das Konzept soll Aussagen machen zur Umsetzung von Massnahmen, zu ihren AkteurInnen und ihren Organisationen und soll zusammen mit dem Altersleitbild erarbeitet werden.
Das Konzept zur Gesundheitsförderung für die Generation 60 plus soll zur Umsetzung von folgenden Schwerpunkten Aussagen machen und Stellung nehmen:
- Als soziale Arbeitgeberin sorgt die Stadt dafür, dass die Gesundheitsressourcen von älteren MitarbeiterInnen gestärkt und Belastungen reduziert (Analog Gesundheitsförderungsprogramm der lateinischen Kantone 50+santé) werden. Die Planung von individuell angepassten Übergängen in die nachberufliche Phase soll gefördert werden.
- Die Stadt setzt Schwerpunkte, um die körperliche Gesundheit der Generation 60 plus zu fördern (Ernährung, Bewegung, Entspannung). Die Stadt setzt Schwerpunkte, um die geistige Fitness der Generation 60 plus zu fördern. Eine Kooperation mit der SeniorenUniversität, der Volkshochschule, des Campus Luzern ist zu prüfen.
- Die Stadt stellt Mittel zur Verfügung, um gemeinnützige Arbeit durch die Generation 60 plus zu fördern und zu unterstützen.
