Orientierung und Fortbewegung im Stadtraum für Menschen mit Behinderung
Archiv: 16. April 2007
Motion von Edith Lanfranconi-Laube und Christa Stocker Odermatt namens der G/JG-Fraktion
Die Stadt Luzern unternimmt einiges, um behinderten Mitmenschen die Orientierung und Fortbewegung im städtischen Raum zu erleichtern. Die Anstrengungen betreffen zu einem grossen Teil die Bedürfnisse von gehbehinderten Menschen:
- Zusammenarbeit mit dem Verein behindertengerechtes Bauen
- Weitere Kontakte des Tiefbauamtes zu zuständigen Beratungsstellen
- Hinweise auf Rollstuhlgängigkeit im Fussgängerinformations-System "Unterwegs in Luzern"
- 14 von 40 öffentlichen WC-Anlagen sind für Gehbehinderte eingerichtet
So sind viele, aber leider nicht alle öffentlichen Gebäude rollstuhlgängig, die Trottoirs vielerorts abgesenkt und einige Busse gehwagen- und rollstuhltauglich. Aber nur knapp ein Drittel der öffentlichen Toiletten sind rollstuhltauglich; das heisst, dass gehbehinderte Menschen oft weite Wege fahren müssen, um eine geeignete Anlage zu finden. Und in vielen Quartieren ist es auch für Rollstühle und Gehwagen nur mit grossen Umwegen möglich, sich
fortzubewegen.
Vor allem aber fehlen Einrichtungen, die Seh- und/oder Hörbehinderten die Orientierung erleichtern, so etwa Blindenleitsysteme, grössere Schriften und genug Licht auf Orientierungsschildern, weisse Markierungen auf Treppen, durchgehend vibrierende Ampeln, Induktionsschlaufen in öffentlichen Gebäuden und an Schaltern, deutliche akustische und visuelle Informationen an Bushaltestellen und in Bussen etc.
Wir fordern den Stadtrat deshalb auf, in einem Bericht eine Bestandesaufnahme der vorhandenen Einrichtungen zu machen, Perspektiven aufzuzeigen und unter Einbezug von Menschen mit Behinderung und Fachstellen ein Umsetzungskonzept zur Erleichterung der Orientierung und Fortbewegung im öffentlichen Raum zu erstellen.
