Velo als Nahverkehrsmittel gezielt fördern
Archiv: 4. September 2007
Postulat von Christa Stocker-Odermatt namens der G/JG-Fraktion und Dominik Durrer namens der SP-Fraktion
Alle fünf Jahre wird das Mobilitätsverhalten der in der Schweiz lebenden Bevölkerung im sogenannten Mikrozensus gründlich untersucht. Die neuesten Zahlen zeigen, dass die Velonutzung gesamtschweizerisch deutlich zurückgegangen ist. Dies muss zu denken geben! Ernsthafte Sorgen machen sich die Grünen und die SP über den Rückgang der Velonutzung bei Kindern und Jugendlichen. Menschen, die als Kinder nicht Velo fahren, werden dies auch später nicht tun.
Das Velo eignet sich als schnelles, schadstofffreies und lärmfreies Verkehrsmittel im städtischen Raum. Der individuelle Autoverkehr hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Zahlen zeigen weiterhin nach oben. Schon heute ist die Stadt Luzern mit der Verkehrsbelastung überfordert. Die Prioritäten für bauliche Massnahmen werden mehrheitlich für die Bereiche MIV und öV gesetzt. Der Veloanteil konnte leider nicht vergrössert werden.
Es braucht eine Trendwende. Nicht nur Worte und Absichtserklärungen sind nötig, sondern gute, sichere und zusammenhängende Veloverbindungen, damit auch Kinder und Jugendliche wieder sicher auf der Strasse unterwegs sein können. Dazu muss der Veloverkehr in den Verkehrsplanungsprogrammen eine zentrale Stellung erhalten. Es wird kaum genügen, nur auf die Infrastruktur zu setzen. Nötig ist eine gezielte Kommunikation, die ein positives Velobild vermittelt.
Wir fordern den Stadtrat auf, die Planung gezielter Velomassnahmen in den Bereichen Infrastrukturverbesserung und Informationskampagnen zügig voranzutreiben. AZ:Gezielte Informationskampagnen und Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur für Velos (z. B. Werbung im Kino mit Hinweis auf Velorouten, Plakatkampagnen, Gratisvelos, wie dies z.B. die Stadt Zug macht).
- Am Geissensteinring und an der Moosmattstrasse beidseitige, durchgehende Velostreifen, um die Strasse für SchülerInnen sicherer zu machen. AZ:Querverbindungen auf der Allmend müssen die Gemeinden Kriens und Horw optimal erschliessen.
- Durchgehende Vortrittsberechtigung für die Veloroute auf dem ehemaligen Trassee der Zentralbahn.
- Die Veloroute nach Emmen soll durchgängig an der Reuss entlang geführt werden.
- Realisierung der Teilstrecke Langensandbrücke-Inseliquai zügig umsetzen, um das Gebiet Bahnhof, Kantonsschule, Uni sicher für das Velo zu erschliessen.
- Optimierung der Querungen an der Obergrundstrasse, z.B. an der Kreuzung Moosegg. Die aktuelle Situation ist gefährlich und unübersichtlich.
