Tivolineubau und die Folgen für die Quaianlage
Archiv: 15. April 2008
Interpellation von Katharina Hubacher namens der G/JG-Fraktion
In der Interpellationsantwort 263 2000/2004 "Wann wird die öffentliche Parkanlage im Tivoli realisiert?" schrieb der Stadtrat, dass die Karl Steiner AG die Neugestaltung des Kinderspielplatzes zu realisieren habe. Dieser Auflage wurde auch im Postulat 6 2004/2008 "Baurechtsvertrag als Grundlage für den Weiterbestand der Tennisanlage Tivoli", nicht widersprochen. Der Kinderspielplatz, wie er sich heute zeigt, ist jedoch ausserordentlich dürftig ausgestaltet und nur auf ganz kleine Kinder ausgerichtet. Aber Kinderwagen können von der Quaiseite her nicht hinaufgeschoben werden. Nur über den Parkplatz ist ein hindernisfreier Zugang (ohne Treppe) möglich.
- Wir möchten vom Stadtrat wissen, ob die Ausgestaltung des Kinderspielplatzes seinen Vorstellungen entspricht, und wenn nicht, gedenkt der Stadtrat mit der Karl Steiner AG in Verhandlung zu treten, um eine Verbesserung der Qualität und des Zugangs zu erreichen?
- Wir möchten vom Stadtrat wissen, wo und wie viele Parkplätze nun tatsächlich entlang der Haldenstrasse aufgehoben wurden.
- Wir möchten vom Stadtrat wissen, ob dieses Vorkaufsrecht eingefordert werden konnte.
- Zudem möchten wir wissen, wie die Modalitäten aussehen für Nichtclubmitglieder bezüglich Voranmeldung und Platzgebühren.
Für die gesamte Neuanlage ist jedoch ein ordentliches Baubewilligungsverfahren erforderlich. Das verschiedentlich publizierte neue Seehaus ist weder Bestandteil der erteilten Baubewilligung für die Residenz Tivoli noch Gegenstand des städtebaulichen Vertrages. Es handelt sich hier lediglich um eine planerische Option, deren Machbarkeit noch in keiner Weise planungsrechtlich geprüft wurde.»
Nun steht in der NLZ vom 19.3.2008, dass gegen das von der Karl Steiner AG geplante Seerestaurant der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee eine Beschwerde eingereicht habe, die aber vom Stadtrat abgewiesen wurde. Der Seerestaurant-Baugrund sei inzwischen von der Rothenburger Gastronomie-Unternehmung Remimag im Baurecht von der Stadt erworben worden. Diese plane, wie schon die Karl Steiner AG, ein zweistöckiges Restaurant mit einem Kellergeschoss.
- Wir möchten nun vom Stadtrat wissen, wie er sich dazu stellt, dass ein zweistöckiges Restaurant am Quai beim Jachthafen erbaut werden soll.
- Ist der Stadtrat der Meinung, dass in diesem Bereich wieder ein Restaurant gebaut werden soll?
- Ist er bereit, eine Bewilligung zu erteilen, auch wenn dazu Eingriffe in den Seegrund gemacht werden müssen?
- Welche Auswirkungen hätte eine solche Bewilligung auf weitere Bauten im Uferbereich und im See?
