Eine zuverlässige, durchgehende Kinderbetreuung bereitstellen
Archiv: 2. Juli 2008
Postulat von Christa Stocker Odermatt und Agatha Fausch Wespe namens der G/JG-Fraktion
In der Stadt Luzern konnte die familienexterne Kinderbetreuung im Vorschulbereich entwickelt und ausgebaut werden. Die Kinderbetreuung im Vorschulbereich wird durch die Kindertagesstätten vorbildlich geleistet. Die Eltern schätzen die kontinuierliche Betreuung und die Leitlinien, die die Stadt vorgibt.
Ungelöst ist die Frage, wie kleine Kinder ihren Weg zwischen Kindertagesstätte, Kindergarten, Mittagstisch oder Hort ungefährdet und sicher gehen können.
Vorschulkinder werden seit einigen Jahren Schritt für Schritt in jüngerem Alter im Kindergarten eingeschult. Mit dem zweijährigen Kindergarten wechseln heute schon vierjährige Kinder von der Vorschul- in die Schulphase. Die meisten städtischen Kindertagesstätten (Kitas) betreuen die Kinder nur bis zum Eintritt in den Kindergarten. Sie stellen sich auf den Standpunkt, die Kinder zum Kindergarten zu begleiten oder dort abzuholen, gehöre nicht zu ihrer Aufgabe. Einige private Kitas betreuen Kindergartenkinder und bieten den Hol- und Bringdienst zum Kindergarten an.
Die meisten Kindergartenkinder sind noch zu klein für den Hort oder den Mittagstisch. Sie passen dort nicht hin, weil sie auf eine kleinere Gruppe angewiesen sind. Der Hort- oder Mittagstischbetrieb ist für sie unübersichtlich.
Die Abteilung Volksschule weist die Kinder nach dem Wohnortsprinzip in den Kindergarten ein. Damit werden angemessene Schulwege für die Kleinen im Quartier gewährleistet. Eltern stellen für die Wahl der vorschulischen Kinderbetreuung häufig andere Kriterien in den Vordergrund. Für sie stehen kurze Wege zwischen Arbeitsort und Kindertagesstätte im Vordergrund. In vielen Situationen sind die Wege zwischen Kita und Kindergarten zu lang und zu kompliziert. In der Innenstadt gibt es zwischen Kindertagesstätten, Kindergärten, Horten und Schulhäusern der Elementarstufe dichtbefahrene Verkehrsachsen, die Kleinkinder nicht alleine gehen können.
Für erwerbstätige Eltern mit kleinen, vier- bis achtjährigen Kindern stellt sich die Frage wie ihre Kinder tagsüber die Wege zwischen Kindertagesstätte, Kindergarten, Schule und Hort sicher und beschützt gehen können. Wir bitten den Stadtrat, diese Fragestellungen zu analysieren und anschliessend Projekte auszuarbeiten, um diese Situation für Eltern und Kinder zu verbessern.
