Open Source Software in der kantonalen Verwaltung
Archiv: 10. März 2009
Anfrage von Heidi Rebsamen und Mitunterzeichnenden
Der Einsatz von Open Source Software kann gegenüber vergleichbaren proprietären Angeboten folgende Vorteile aufweisen:
- höhere Wirtschaftlichkeit durch wegfallende Lizenzkosten,
- verringerte Ausfallzeiten,
- längere Produktlebenszyklen und
- niedrigere Anforderungen an die Hardware,
- Wegfall der Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter,
- verbesserte Zugänglichkeit durch offene Standards,
- Zukunftssicherheit der Daten.
Wir bitten deshalb den Regierungsrat um die Beantwortung folgender Fragen:
- In welchen Bereichen wäre ein vollständiger oder teilweiser Umstieg auf Open-Source-Lösungen in der kantonalen Verwaltung denkbar? Wurde ein solcher bereits evaluiert? Wenn ja, was waren die Resultate, und aus welchen Gründen wurde darauf verzichtet?
- Welches sind die durchschnittlichen jährlichen Lizenz- und Wartungskosten der kantonalen Verwaltung für die folgenden Gruppen proprietärer Software, und welche genaue Art und Anzahl von Lizenzen sind darin enthalten?
- Wie gross ist der Anteil dieser Software am gesamten Aufwand des Kantons für die Beschaffung und die Wartung von Software?
- a. Client-Betriebssysteme
- b. Server-Betriebssysteme
- c. Office-Client-Applikationen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Mail usw.)
- d. Datenbankserver
- e. Server-Dienste (Webserver, Mailserver, Groupwaresysteme usw.)
- f. Weitere Software, für die es Open-Source-Alternativen gibt, zum Beispiel Content-Management-Systeme, Verschlüsselungssoftware, Datenkompressionsprogramme usw.
- Ist der Regierungsrat bereit, im Hinblick auf einen möglichen Umstieg auf Open-Source-Lösungen erfolgreiche Beispiele aus anderen Kantonen konkret zu prüfen und sich vor Ort einen fundierten Überblick über die möglichen Chancen und Grenzen von Open Source in Verwaltungen zu verschaffen?
