Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2009

Förderung der Bewältigung des Arbeitsweges durch Velo oder ÖV - und zu Fuss

Archiv: 7. Juli 2009

Postulat von Monique Frey und Mitunterzeichnenden namens der SP-/Grüne Fraktion

Forderung: Mit geeigneten Massnahmen sollen Mitarbeitende honoriert werden, die für den Arbeitsweg das Velo oder den ÖV nutzen - und zu Fuss kommen.

Ziel: Der Arbeitsweg des Personals soll im Bereich Gesundheit und Umweltschutz verbessert werden.

Begründung: Bereits heute animieren viele Firmen ihre Belegschaft, nachhaltige und effizientere Verkehrsmittel wie das Velo oder den ÖV zu benutzen - und zu Fuss zu kommen. Diesen Firmen ist klar, dass Mitarbeitende, die mit dem Velo, ÖV oder zu Fuss zur Arbeit kommen, nicht nur gesünder und leistungsfähiger sind, sondern in der Regel auch treuer. Denn sie sind nicht so schnell bereit, einen kurzen und gesunden Arbeitsweg gegen einen längeren und umständlicheren einzutauschen. Mitarbeiter, die 50 Kilometer mit dem Auto zur Arbeit fahren, haben mindestens potenziell eine grosse Auswahl, den Job zu wechseln. Es macht deshalb auch betriebswirtschaftlich Sinn, die treuen und langjährigen velofahrenden, ÖV nutzenden und zu Fuss zur Arbeitsstelle gehenden Mitarbeitenden mit Prämien und guter Infrastruktur zu halten. Statt Gratisparkplätze zur Verfügung zu stellen können ÖV-Abonnemente subventioniert und den Velo und zu Fuss kommenden Mitarbeitenden eine Prämie ausbezahlt werden. Bedingungen müssen natürlich geregelt werden wie zum Beispiel, dass höchstens 5-mal pro Monat individuell motorisiert zur Arbeit gefahren werden darf. Weiter könnte speziell für die Velofahrenden eine Infrastruktur wie Pumpe, Flickzeug, Dusche, Garderoben mit abschliessbaren Kästen sowie ein Trockenraum, um nasse Velokleider aufzuhängen, zur Verfügung gestellt werden. Finanziert wird alles durch die neuen Parkplatzgebühren im Parkhaus des Gemeindehauses Gersag und auf den Parkplätzen der Schulhäuser.