Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2013

Erfolg dank Jungen Grünen: Uni senkt Raumtemperatur um weitere 2 Grad

Archiv: 7. Januar 2013

Der offene Brief der Jungen Grünen bezüglich der hohen Raumtemperatur an der Uni hat weitere positive Nachwirkungen: Es sei richtig dieses Thema auch energiepolitisch anzugehen, meint Rektor Prof. Dr. iur. Paul Richli und verspricht die Temperatur um weitere 2 Grad zu senken.

Reaktion von Uni-Rektor Paul Richli auf den offenen Brief der Jungen Grünen Luzern:

Geschätzte Universitätsangehörige

Eine Position in den kommunizierten Sparmassnahmen der Universität Luzern, nämlich die Senkung der Raumtemperatur von 24 auf 23 Grad, hat für mich unerwartete Rückmeldungen ergeben. Die Erwägungen zu diesem Schritt bezogen sich sozusagen ausschliesslich auf die Einsparung von CHF 10'000 durch Absenken der Raumtemperatur um ein Grad auf 23 Grad Celsius. Die "Jungen Grünen" des Kantons Luzern meldeten sich mit einem "offenen Brief" zu Wort, in dem sie energiepolitische Argumente anführten, die ernst genommen werden müssen. Aus heutiger Sicht muss ich eingestehen, dass es ein Fehler war, dieses Thema nur finanzpolitisch anzugeben und nicht auch energiepolitisch. Der Vorstoss der "Jungen Grünen" veranlasst mich daher zur "Nachbesserung":

In der Tat ist eine Raumtemperatur von 23 Grad Celsius immer noch hoch, besonders in einem so gut isolierten Neubau wie der Frohburgstrasse 3. Dank der exzellenten Wärmedämmung fühlen sich 23 Grad hier wärmer an als in einem Altbau mit schlechter Isolation. Nähere Abklärungen haben sodann ergeben, dass eine weitere Absenkung arbeitsrechtlich zulässig ist. Die wichtigste Empfehlung, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) ausgeht, nennt für Büroarbeitsplätze mit überwiegend geistiger Tätigkeit eine Temperaturspanne von 21-23 Grad Celsius. Unter diesen Umständen scheint es mir im Interesse einer energiepolitischen Vorbildfunktion, die man von einer Universität in einem neuen, bestens isolierten Gebäude erwarten darf, geboten, die Raumtemperatur tiefer als auf 23 Grad Celsius anzusetzen. Wir werden die Temperatur in den Büros sowie in den Unterrichtsräumen daher auf 21-22 Grad einregeln. Dabei versteht es sich von selbst, dass das Thermometer nicht überall dieselbe Temperatur anzeigen wird. Es geht um einen Durchschnittswert.

Ich bitte Sie um Verständnis für diese zusätzliche Temperaturanpassung, die uns im Übrigen eine willkommene zusätzliche Einsparung ermöglicht.

Freundliche Grüsse

Paul Richli