Nein zum Bypass ‐ Nein zur Attraktivierung des Autoverkehrs
Archiv: 1. Februar 2013
Der Bypass wird in der Region Luzern zu einer grossen Kapazitätszunahme beim Strassenverkehr führen. Damit wird Platz geschaffen für mehr Auto-Mobilität. Gefragt ist aber ein Umsteigen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.
Noch immer nimmt der Autoverkehr in der Region Luzern zu. Dies ist für die Umwelt schädlich, der
Autoverkehr ist massgeblich für den hohen Ausstoss von klimaschädlichen Schadstoffen
verantwortlich. Zugleich bringt dieser Verkehr grosse Lärmprobleme. Im Vergleich zu anderen
Regionen ist in Luzern der Anteil des öffentlichen Verkehrs gegenüber dem Autoverkehr tief. Hier
muss in der Verkehrspolitik angesetzt werden, damit unsere Mobilität umweltfreundlicher gestaltet
werden kann.
Weder der Bypass und die Spange Nord sind Massnahmen, die in die richtige Richtung gehen. Im
Gegenteil, sie führen zu einer massiven Kapazitätsausweitung beim Strassenverkehr und fördern
dadurch den Autoverkehr. Das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr
wird so verhindert. Beide Massnahmen zusammen verursachen sehr hohe Kosten von knapp zwei
Milliarden Franken. 150 Millionen Franken werden beim Kanton anfallen, wer den Südzubringer
bezahlen soll, ist noch offen.
Einmal mehr wird versprochen, mit dem Bypass könne auch der öffentliche Verkehr gefördert
werden. Das Vorgehen beim Rontalzubringer zeigt aber, dass der Kanton bisher zügig die
Strassenausbauten realisierte und dann geplante und versprochene flankierende Massnahmen nicht
oder nur mit sehr langer Verzögerung umsetzt.
Die Grünen verlangen eine neue Ausrichtung der Luzerner Verkehrspolitik auf eine möglichst
umweltfreundliche Mobilität und die Abkehr von Grossprojekten im Strassenbau.
