Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2013

Auswirkungen der Krienser Abstimmung auf Luzern

Archiv: 3. Februar 2013

Für die Luzerner Grünen hat das Krienser Abstimmungsergebnis ‐ 43% waren gegen den Verkauf des Mattenhofs I - wichtige Signalwirkung. Im Frühling wird die Stadt Luzern ebenfalls über ihr Grundstück im Mattenhof I befinden. Ein Verkauf an die Firma Mobimo zu 800 Franken pro m2 rückt jetzt in weite Ferne. Auf dem sich ebenfalls im Besitz der Stadt Luzern befindenden Areal Mattenhof II soll dereinst eine ökologische und gemeinnützige Wohnsiedlung entstehen.

Heute Sonntag stimmte das Krienser Stimmvolk über den Verkauf ihres Grundstückes auf dem Areal Mattenhof I an die Firma Mobimo ab. Die Stadt Luzern besitzt ebenfalls eine Parzelle von gut 4‘000m2 im Mattenhof I Kriens, welche zu einem Büro- und Dienstleistungskomplex entwickelt werden soll. Direkt angrenzend an den Mattenhof I gehört der Stadt Luzern ein noch grösseres Grundstück, der Mattenhof II. Dieses Areal misst fast 12‘000m2, liegt ebenfalls auf Krienser Boden und noch gibt es keine konkreten Pläne dazu.

Kritische Luzerner Bevölkerung
Der hohe Krienser Nein-Stimmen Anteil von 43% zum Verkauf des Mattenhofs ist ein wichtiger Gradmesser für die Stadt Luzern. Dazu Marco Müller, Präsident der städtischen Grünen: «Die Luzerner Bevölkerung ist gegenüber Landverkäufen an Investoren sehr kritisch eingestellt, dies hat die Initiative Industriestrasse klar gezeigt.» Darum gehen die Grünen davon aus, dass bei einer städtischen Abstimmung zum Landverkauf im Mattenhof die Ablehnung massiv höher ausfallen würde als in Kriens.

Drohendes Referendum
Die städtischen Grünen sind fest entschlossen, das Referendum zu ergreifen, falls der Stadtrat und das Parlament das Luzerner Grundstück im Mattenhof I zu einem Preis von Fr. 800.—/m2 an Mobimo verkaufen wollen. «Die Stadt darf nicht leichtfertig Land verscherbeln. Schon gar nicht, wenn es nicht einmal auf Stadtboden liegt», so Müller. Ohnehin wünschen sich die Grünen, dass die Stadt ihre Landreserven nur noch im Baurecht abgibt oder bei einem allfälligen Verkauf im selben Umfang neues Land als Kompensation erwirbt.

Leuchtturmprojekt im Mattenhof II
Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, was mit dem städtischen Areal Mattenhof II dereinst geschehen soll. Diese 12‘859m2 grosse Parzelle ist aus der Sicht der städtischen Grünen aber besonders wertvoll. Die zentrale Lage zwischen Luzern, Kriens und Horw, die unmittelbare Nähe zur S-Bahnstation Mattenhof sowie die dereinst zum Steghof führende Langsamverkehrsachse auf dem ehemaligen Trassee der Zentralbahn sind einmalig. Die städtischen Grünen wünschen sich darum ein Leuchtturmprojekt, das in Sachen Innovation und Ökologie städtebaulich neue Massstäbe setzt. Dazu Marco Müller: «Der Mattenhof II ist prädestiniert dafür, eine autofreie, 2000 Watt konforme und gemeinnützige Wohnsiedlung zu erstellen.» Dies würde aus grüner Sicht das Gebiet Mattenhof/Schlund massiv aufwerten.