Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2013

Einsitz von Expertinnen und Experten aus dem Fachbereich Pflege in Teilprojekten «Ausgliederung HAS»

Archiv: 9. April 2013

Melanie Setz Isenegger und Max Bühler namens der SP-/JUSO-Fraktion sowie Ali R. Celik und Noëlle Bucher namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion bitten den Stadtrat in einer Interpellation vom 9. April 2013 um Auskunft, wie die Interessen des Personals und damit der Fachbereich Pflege in den Gremien des Projekt zur Ausgliederung der HAS angemessen vertreten werden können.

Das Projekt «Auslagerung HAS» befindet sich momentan mitten im Entwicklungsprozess. Diverse Teilprojekte sind am Laufen, verschiedene Personen darin involviert. Die Pflege als einer der wichtigsten Player in der Altersversorgung scheint in den meisten Projektgruppen jedoch bedauerlicherweise schlecht vertreten. Gerade bei den Meilensteinen 1 bis 8 (Teilprojekt 1: Pflegeversorgung) und Meilensteine 10 bis 12 (Teilprojekt 3: Organisation HAS) wäre aber eine Partizipation von externen und internen Expertinnen und Experten aus dem Pflegebereich unabdingbar.

Soziale Einrichtungen und Dienste können nicht unhinterfragt als Wirtschaftsunternehmen verstanden und nur aus Sicht eines effizienten Managements (mit Fachpersonen aus Wirtschaft und Recht) betrachtet werden. Organisationen der sozialen Dienstleistung mit öffentlichem Auftrag weisen andere Charakteristika auf als beispielsweise Banken oder Industriebetriebe und verlangen deshalb auch nach anderen Führungsstrukturen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass bei ihnen vor der Orientierung des Handelns an ökonomischen Kriterien bzw. einer Marktlogik eine Orientierung des Handelns am Gemeinwohl steht. Deshalb ist es in sozialen personenbezogenen Dienstleistungsorganisationen, worin HAS zweifellos anzusiedeln ist, wichtig, bereits in der Projektphase (aktiv tätige) Fachpersonen aus den betreffenden sozialen Professionen einzubeziehen.

Damit sichergestellt ist, dass die Pflege als grösste Berufsgruppe bei HAS angemessen in Projektgruppen zur Auslagerung und der Führung vertreten ist, bitten wir den Stadtrat um Beantwortung folgender Fragen:
  1. Welche Personen und Berufsgruppen sind in den erwähnten Teilprojekten 1 bis 3 vertreten? Und wer vertritt die Interessen des Personals?
  2. Haben die Projektverantwortlichen vor, in den weiteren Schritten zur Auslagerung der Pflege als Profession Einsitz in strategisch-planerischen als auch in operativ tätigen Gruppen und der Führung zu gewähren? Wenn ja, in welcher Form?