Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2013

Emmen: Tagesstrukturen an Volksschule

Archiv: 22. Mai 2013

Die Fraktion SP/Grüne/GLP des Emmer Einwohnerrates fordert in einem Postulat die Einführung umfassender Tagesstrukten an den Volksschulen. In zwei weiteren Vorstössen stellt sie Fragen zum freiwilligen Schulsport und zur Elternmitwirkung an den Emmer Schulen.

«Wir fordern den Gemeinderat auf, ein Konzept zu erarbeiten, wie die
Gemeinde das Angebot der schulergänzenden Betreuung in nächster Zeit
auszubauen gedenkt. Damit die Gemeinde Emmen den Anschluss in diesem
Bereich nicht verpasst, ist ein umfassendes Angebot zu realisieren, zu dem
alle Kinder in sämtlichen Schulhäusern Zugang haben.» So lautet die
Forderung der Fraktion SP/Grüne/GLP, die sie in ihrem Postulat formuliert.

Seit dem Schuljahr 2012/13 sind die Volksschulen des Kantons Luzern
verpflichtet, bedarfsgerechte Tagesstrukturen anzubieten. Die Gemeinde
Emmen bietet in diesem Bereich zwei Mittagstische und betreute
Hausaufgabenstunden nach der Schule an. Wem dieses Angebot nicht reicht,
der kann seine Kinder im Schülerhort Hüslerhuus, mit einer sehr
beschränkten Anzahl Plätze, oder durch eine Tagesmutter beim Verein
Tageselternvermittlung betreuen lassen. Doch auch der Verein
Tageselternvermittlung stösst seit längerem immer wieder an seine Grenzen
in der Vermittlung. «Dieses Angebot reicht uns nicht», sagen die
Postulanten. Wenn Emmen als Wohngemeinde attraktiv bleiben und gute
Steuerzahler anlocken wolle, seien gut ausgebaute schulergänzende
Betreuungsangebote ein absolutes Muss, sind sie überzeugt. Gute
Tagesstrukturen bringen nicht nur Familien etwas, in denen beide
Elternteile arbeiten. Sie entlasten auch alleinerziehende Frauen und
Männer, die gezwungen sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Einen
Ausbau des Angebots in Emmen erachten die Postulanten daher als
unumgänglich.


Elternmitwirkung und freiwilliger Schulsport

Die Fraktion SP/Grüne/GLP ortet auch in weiteren Bereichen der Volksschule
Emmen Handlungsbedarf. Einerseits ist die Elternmitwirkung an den Schulen
nur sehr oberflächlich organisiert. In einer Interpellation stellt sie
deshalb Fragen zu Eltern-Mitwirkungsgruppen und ganz allgemein zur
Partnerschaft zwischen Schule und Elternhaus. Im Bereich Freiwilliger
Schulsport andererseits geht den Interpellanten das Angebot mit lediglich
einer Herbstsportwoche zu wenig weit. Sie fragen deshalb an, ob es weitere
Angebote gebe und was für eine Strategie der Gemeinderat verfolge, um bei
Kindern und Jugendlichen das Selbstverständnis für tägliche Sport- und
Bewegungsmöglichkeiten zu wecken.