Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2014

Anfrage über Hilfe bei psychischen Erkrankungen

Archiv: 28. Januar 2014

Katharina Meile möchte namens der Grünen-Fraktion in einer Anfrage vom 28. Januar 2014 vom Regierungsrat wissen, um eine optimale Betreuung und Hilfestellung für Betroffene von psychischen Erkrankungen zu gewährleisten - bei eigenen Angestellten und Arbeitnehmenden generell.

«Psychisch Kranke: Zu wenig Hilfe»: Nicht ein neues Thema, nun aber mit einer wissenschaftlichen Studie untermauert: Psychische Erkrankungen sind für die Betroffenen eine Herausforderung.

Ebenso für die Schweiz, denn psychische Erkrankungen verursachen Kosten von rund 19 Milliarden Franken pro Jahr (Produktivitätsverluste, Gesundheitsversorgung und soziale Ausgaben). 40 Prozent der IV-Neurenten sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Trotzdem sind sich Arbeitgebende noch zu wenig bewusst, wie mit solchen Erkrankungen umgegangen werden soll beziehungsweise wie eine sinnvolle Frühprävention - insbesondere Überbelastungsmanagement - zu bewerkstelligen ist. Die Zusammenarbeit von Psychiatern, Psychotherapeuten, Psychologen und Arbeitgebenden weist Schwachstellen auf.
  1. Was unternimmt der Regierungsrat, um in den eigenen Departementen sensibel auf Früherkennungszeichen von übermässiger Belastung, psychologischen Risiken oder gar psychischen Erkrankungen zu reagieren?
  2. Was wird zur Prävention von Überbelastung am Arbeitsplatz gemacht? Welche Massnahmen werden getroffen, um ein Arbeitsumfeld zu ermöglichen, das nicht psychische Belastungen/Erkrankungen begünstigt?
  3. Wie sensibilisiert der Kanton Arbeitgebende auf die Thematik/Problematik? (Eine Homepage aufschalten genügt nicht.)
  4. Sind weitere Projekte geplant, um den Umgang mit psychologischen Risiken und psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz zu fördern? Wird vermehrt auf die Zusammenhänge zwischen psychologischen Risiken und Arbeit hingewiesen?
  5. Was wird unternommen, um die Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern des Gesundheitswesens und den Arbeitgebenden zu optimieren?
  6. Was wird getan, um Personen mit psychischen Problemen im Arbeitsumfeld halten zu können beziehungsweise sie besser in die Arbeitswelt (re-)integrieren zu können?
  7. Werden Kompetenzen geschaffen für den Umgang mit Klienten mit psychischen Problemen bei Dienstleistern der Arbeitsintegration oder Arbeitsreintegration?