Dringliches Postulat: Christliche Symbole in der Abdankungshalle nicht mit Gipsplatten abdecken
Archiv: 10. März 2016
Simon Roth und Judith Dörflinger Muff namens der SP/JUSO-Fraktion, Korintha Bärtsch und Noëlle Bucher namens der G/JG-Fraktion sowie weitere Mitunterzeichnende fordern den Stadtrat mit einem Dringlichen Postulat auf, in der Abdankungshalle Möglichkeiten zu prüfen, die Räumlichkeiten konfessionsneutral zu gestalten ohne einen unverhältnismässigen Aufwand betreiben zu müssen.
Im Rahmen der Behandlung des Berichtes und Antrages zum "Friedhofs- und Bestattungswesen" wurde auch die Innengestaltung der Einsegnungs- und Abdankungshallen thematisiert. Diese sollen zukünftig konfessionsneutral gestaltet werden. Bisher wurden auf Wunsch der Angehörigen die Kreuze in der Abdankungshalle mit Tüchern verdeckt.
Es ist Aufgabe der öffentlichen Hand, für die Luzernerinnen und Luzerner, unabhängig davon, was und wie sie glauben, eine würdige Abschiedsfeier zu ermöglichen. Insofern ist die Absicht, die Räumlichkeiten konfessionsneutral zu gestalten, begrüssenswert. Die jetzt sichtbaren Bilder und Symbole haben für viele Menschen aber eine grosse Bedeutung. Es ist angebracht, diese Gefühle genauso zu berücksichtigen wie diejenigen von Menschen, die sich an den christlichen Symbolen in der Abdankungshalle stören. Der Stadtrat wird deshalb aufgefordert, Möglichkeiten zu prüfen, je nach Wunsch der Angehörigen die Bilder abzudecken oder sichtbar zu machen. Dies kann beispielsweise durch die Installation von Flächenvorhängen oder Schiebegardinen geschehen. Ziel sollen Räume sein, die die Gefühle der jeweiligen Trauergemeinschaften ernst nehmen, ohne dadurch einen unverhältnismässigen Aufwand betreiben zu müssen.
