Postulat: Stopp von weiteren versiegelten Flächen in Kriens
Archiv: 22. August 2019
Tomas Kobi fordert den Stadtrat mit einem Postulat auf, künftig auf versiegelte Flächen in Kriens zu verzichten.
Sehr geehrte Ratspräsidentin
Sehr geehrte Damen und Herren
Der Stadtrat wird aufgefordert, künftig auf versiegelte Flächen in Kriens zu verzichten.
Wir Grüne Kriens fordern den Stadtrat auf, aktiv auf weitere versiegelte Flächen in Kriens zu vezichten. Bei zukünftigen Umgestaltungen, Renovationen oder Neubauten auf gemeindeeigenem Boden ist - wenn immer möglich - auf eine Bodenversiegelung zu vezichten und stattdessen auf Erde, Gras, Kies, Schotter, Mergel, Rasengittersteine oder andere wasserdurchlässige und möglichst hitzeabsorbierende Flächen zu achten.
Begründung:
Versiegelte Flächen sind deutlich wärmer als Grünflächen, weil die kühlende Wirkung der Verdunstung fehlt. Dadurch wird die Hitze-Belastung zusätzlich verstärkt.
Der Hitzesommer 2018 und auch die Hitze-Tage in diesem Jahr zeigen, wie schnell sich schwarze Teerflächen aufheizen. Beispiele dafür ist der Innenhof des Kulturquadrats Schappe und der Stadtplatz. Solche Innenhöfe und Plätze werden im Sommer praktisch unbrauchbar. Wir alle wissen, dass solche Flächen keinen Sinn machen, weil das Wasser nicht versickern kann, weil es sehr heiss wird und vor allem: weil keine Atmosphäre entsteht und der Platz brach liegt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat in einem Bericht 2018 darauf hingewiesen, dass versiegelte Flächen eine der Hauptursachen für den städtischen Hitzeinseleffekt sind.
Ein weiteres Beispiel, dass auf die Versiegelung zurückzuführen ist, sind die auf dem Stadtplatz gepflanzten Jungbäume. Drei von ihnen sind bereits verdorrt, weil Bäume auf solchen Plätzen keine Uberlebenschancen haben, da sie aufgrund der Versiegelung ja kein Wasser erhalten, viel schneller austrockenen und das meiste Regenwasser über die versiegelten Flächen in die Kanalisation fliesst (siehe Bilddokumentation).
Ich danke für die Unterstützung meines Postulats.

