Dringliche Interpellation: Der neu geplante Fluhmühlepark ist nicht akzeptabel
Archiv: 21. Oktober 2019
Heidi Rast und Irina Studhalter namens der G/JG-Fraktion bitten den Stadtrat mit einer Dringlichen Interpellation um die Beantwortung einiger Fragen im Zusammenhang mit dem neu geplanten Fluhmühlepark.Der etwas unscheinbare bestehende Fluhmühlepark muss demnächst einem Bauplatz des Kantons Luzern weichen. Um 2021 beginnen die Arbeiten für CHF 20.1 Mio. am Hauptstrassenabschnitt Fluhmühle bis zur Einmündung Lindenstrasse.
Im Quartier ist der Fluhmühlepark ein sehr wichtiger Begegnungsort für Gross und Klein, insbesondere auch für Familien. Trotz seiner spärlichen Gestaltung ist er eine wichtige grüne Oase in der sonst sehr vorherrschenden Betonlandschaft. Egal ob jung oder alt, man kommt an diesem zentral gelegenen Ort in Kontakt, es ergeben sich Gespräche und wertvolle Begegnungen. Es ist ein Ort zum Verweilen, ohne dass man von irgendwelchen Fahrzeugen bedroht wird... Die Menschen im Quartier wünschen und fordern mit der Schliessung des alten Parks einen neuen Park, der auch diesen Namen verdient.
Im Rahmen der Quartierentwicklung Fluhmühle-Lindenstrasse plante der Stadtrat (Metron-Studie 2011) einen mindestens gleichwertigen Ersatz für den schliessenden Fluhmühlepark. Die Quartierbevölkerung wurde damals vor Ort partizipativ miteinbezogen und informiert.
Geplant war ein Ersatz auf der jetzigen Häuserreihe zwischen Fluhmühlestrasse und der Bahnlinie, die aus dem Zimmereggtunnel kommt. Doch wie aus den Medien vom 03.09.2019 (LZ) zu entnehmen ist, wird daraus nichts.
Der «neu geplante» Fluhmühlepark wird nicht nur rund fünfmal kleiner als der bestehende. Er rückt zudem in den feuchten Schatten von Häusern, Bahnlinie, Unterführung und steiler Böschung. Ein Ort, der nicht unbedingt aufgesucht wird und zudem sehr schlecht einsehbar ist. Wahrlich kein Ort für einen angemessenen neuen, attraktiven Park.
Die Menschen im Quartier werden mit dieser Aussicht vor vollendete Tatsachen gestellt und sind darüber nicht erfreut. Sie sind enttäuscht, dass sich die Stadt nicht konsequenter für dieses Quartier einsetzt. Der Stadtrat hat bei den Quartierentwicklungen die «Erweiterung von Grünflächen und Integration» zum Ziel gesetzt. Das scheint für diesen Teil der Stadt nicht zu gelten.
Der Stadtrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
- Der Kanton braucht den «alten» Fluhmühlepark als Materialdepot. Unter welchen Bedingungen gibt die Stadt die Fläche an den Kanton ab? (Gibt es eine finanzielle Entschädigung, Nutzung anderer kantonaler Grundstückflächen oder anderes?)
- Seit 2011 weiss man von den geplanten Bauarbeiten. Trotz dieser langen Vorlaufszeit ist jetzt nur ein kleiner und ungenügender Ersatz in Aussicht. Was sind die Gründe dafür? (Warum gibt es keinen nahtlosen, mindestens gleichwertigen Ersatz?)
- Mit der dritten Fahrspur, der angehobenen Brücke für die Spange Nord und den zusätzlichen Hochhäusern droht dieser Stadtteil in den nächsten drei bis fünf Jahren zu einem zubetonierten Wurmfortsatz zu werden. Was für konkrete Massnahmen in Bezug einer Aufwertung in diesem Gebiet/Quartier (Begrünung und Integration) sind in welchem Zeitraum geplant?
- Der Stadtrat bekräftigt in der LZ-Ausgabe vom 04.09.2019, dass er immer noch die Hoffnung hat, den neuen Fluhmühlepark Richtung Osten auszubauen. Warum ist dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich? Welche Schritte werden unternommen, wenn sich diese Hoffnung zerschlägt?
- Wie weit und konkret sind die Verhandlungen und Aussichten betreffend Grundstückerwerb im geplanten neuen Gebiet?
- Die betroffenen Menschen im Quartier möchten direkt über das weitere Vorgehen zeitnah informiert werden. Sind in diese Richtung Massnahmen geplant?
