Kein weiterer Stellenabbau
Archiv: 1. Mai 2004
Dringliches Postulat über die geplante Weiterführung des Stellenstopps an den kantonalen Spitälern (Massnahmen GSD 6, 8, 9 und 10 der Botschaft B 43)
von Patrick Graf, namens der GB-Fraktion
Wir fordern den Regierungsrat auf, die Weiterführung des Stellenstopps an den kantonalen Spitälern flexibel, mit Weitblick und mit Rücksicht auf die Patientensicherheit umzusetzen. Insbesondere sollen in Abteilungen und Bereichen mit langjähriger massiver Unterbesetzung (z.B. Frauenklinik) Personalaufstockungen möglich sein. Das gleiche gilt für Abteilungen und Bereiche mit Personalknappheit, welche für die Patientensicherheit von grosser Relevanz sind (z.B. Notaufnahme).
Zudem darf der Stellenstopp nicht durch zusätzliche Sparmassnahmen zu einem (weiteren) Stellenabbau ausarten.
Begründung:
Die kantonalen Spitäler haben in den letzten Jahren einen sehr grossen Sparbeitrag geleistet. Dies war nur möglich durch einen ausserordentlichen Einsatz des Personals, der bis an die Grenzen der Belastbarkeit ging ‐ und manchmal gar darüber hinaus. Diese Situation darf sich mit dem Sparprogramm 2005 nicht noch weiter verschärfen. Dies gilt insbesondere für Abteilungen wie die Frauenklinik, welche seit Jahren mit der sich dauernd verschärfenden Personalknappheit zu kämpfen haben, aber auch andere Bereiche und andere Spitäler.
Viele Sparmassnahmen der letzten Jahre hatten und haben Auswirkungen auf die Sicherheit der Patienten, welche hart an die Grenzen des Verantwortbaren gehen. Diese Situation darf sich nicht durch zusätzliche Sparmassnahmen in sicherheitsrelevanten Bereichen weiter verschärfen. Im Gegenteil sind Personalengpässe dort zu beheben, wo dies zur Gewährleistung und Verbesserung der Sicherheit notwendig ist.
