- John bei Weshalb es ein JA zum Covid 19 Gesetz braucht
- Michael Töngi bei Weshalb es ein JA zum Covid 19 Gesetz braucht
- John bei Weshalb es ein JA zum Covid 19 Gesetz braucht
- Beat Koch bei Vernehmlassung Agglomerationsprogramm 4. Generation - GRÜNE fordern Verzicht auf Bypass und Fokus auf öV, Velo- und Fussverkehr
- Andreas Schönbächler bei Ständeratswahlkampf: Grüne Parteispitze bevorzugt stille Wahl
So kommt die Flat Tax flach raus
4. Oktober 2007, von Michael TöngiDie Easy Swiss Tax oder Flat Tax oder früher auch die Bierdeckel-Steuerrechnung hat etwas bestechendes: Die komplizierte Steuererklärung fällt dahin. Das ist das eine und nicht wirklich das Entscheidende. Wichtiger ist: Der Dschungel der Abzüge fällt weg. Die kommen nämlich meist den Besserverdienenden zu Gute. Weiterbildungskosten? Berufsauslagen? Spenden? Alle Abzüge im Bereich des Wohneigentums? Wer wenig hat, kann mit diesen Abzügen wenig anfangen und einschenken tuts erst bei jenen, die ein gutes Einkommen haben. Deshalb: Weg mit den Abzügen, ausser einem für die Kindererziehung. Aber bitte auch keine kruden Vergünstigungen für Verheiratete mehr. Über die Gerechtigkeit von einem Einheitssatz bei den Steuern muss noch diskutiert werden.
Vollkommener Unsinn ist es aber, dass die treibende Kraft hinter einer Vereinfachung des Steuersystems, die FDP, gleichzeitig mit verschiedenen Wohneigentumsinitiativen für neue Abzüge Unterschriften sammelt. Rentner sollen vom Eigenmietwert befreit werden, weiterhin aber Unterhaltskosten für ihr Eigenheim abziehen können. Wer für ein Häuschen spart, soll neu diese Summen während 10 Jahren von den Steuern abziehen können, wer auf eine energetische Sanierung spart, ebenfalls (obwohl er diese Kosten in den meisten Kantonen eh schon abziehen kann, aber anscheinend gilt bei Steuerabzügen: Doppelt gemoppelt ist besser). Die FDP düngt den Abzugsdschungel weiter. Das ist widersinnig und es schwant einem: Für die Easy Swiss Tax muss man eine ganze Menge von Bierdeckeln zum Ausfüllen haben.

Am 15. Oktober 2007 um 17:03 Uhr
Lieber Michael, wie recht Du hast, wenn Du auf die Widersprüche der FDP hinweist!
Mich stört an dieser ganzen Diskussion um die Flat Tax, dass da zwei Dinge vermischt werden, die nichts miteinander zu tun haben. Flat Tax heisst, dass der Steuersatz keine Progression hat. Das finde ich schlecht, da wohlhabendere Leute problemlos eine höhere Progression (in Massen) verkraften.
Die FDP verkauft unter diesem Titel aber die Idee, dass man (fast) keine Abzüge mehr machen kann. Diese Vereinfachung des Steuersystems würde ich sehr begrüssen – erstens würde dies das Ausfüllen der Steuererklärung sehr erleichtern, und zweitens würden so diverse halblegale Steuerschlupflöcher gestopft.
Eine Flat Tax macht die Steuern nicht einfacher, da dies nur bestimmt, wie die Steuern aus dem steuerbaren Einkommen berechnet werden. Da dies eine rein mathematische Operation ist, welche schon heute der Computer durchführt, vereinfacht eine Flat Tax allein keine einzige Steuerrechnung.