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27. September 2008, von Alain Greter

Leserbrief zum Artikel „Richtplanung wird weiter verfolgt“, NLZ vom 23. September 2008

Der undifferenzierte Artikel zur Revision des Richtplanes ist eine Zumutung. Abgesehen von der Kantonseinteilung in drei Regionen seien die grossen Züge der Planung unbestritten. Zentrale Themen werden schlicht übergangen, andere Meinungen bleiben unberücksichtigt.

Der Richtplan begünstigt einseitig quantitatives Wachstum auf Kosten der Umwelt und der Lebensqualität. Die längst fällige Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch ist kein Thema. Einfach greibare, konkrete Indikatoren wie etwa Senkung der Emissionen, Senkung des Energieverbrauchs oder wirksame Begrenzung des Flächenverbrauchs werden nicht aufgenommen. Bereits im letzten Richtplan aus dem Jahre 1998 hätten klare Regelungen den Flächenverbrauch begrenzen sollen. In Tat und Wahrheit nahmen die Bauzonen weiter ungebremst zu. Die Grünen fordern deshalb unter anderem eine Plafonierung der eingezonten Flächen: Neueinzonungen sind flächengleich mit Auszonungen zu kompensieren. Einerseits stehen noch ausreichend Reserven zur Verfügung. Andererseits soll die Zersiedelung durch Verdichtung, also durch Siedlungsentwicklung nach Innen, endlich wirksam gestoppt werden.

Im Weiteren ist die Gesamtverkehrspolitik weder umwelt- noch zukunftsverträglich. Weder feststehender Klimawandel noch drohende Erdölknappheit führen zu einem Umdenken in der Mobilität.

Weil die Ausrichtung auf die nachhaltige Entwicklung des Kantons fehlt, lehnen die Grünen Luzern die grossen Züge des revidierten Richtplanes ab. Zurück zum Start ist daher angemessener als weiter verfolgen.

» Stellungnahme der Grünen Luzern im Detail

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