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So unfair argumentieren die Gegner einer Sportarena
5. November 2008, von Philipp FedererDas Flugblatt der Gegner strotzt von Unwahrheiten
Beispiel 1: Das Titelbild wurde mit einem Teleobjektiv herangezoomt. Die Verzerrung ist leicht erkennbar. Die Hochhäuser haben durch das Zoomen eine mehrfache Breite, jedoch kaum eine Tiefe. Da sie quadratisch sind, je 25 m in der Länge und Breite, stimmt das Verhältnis nicht mehr. Eine Frage an die Gegner, wurde 5-fach, 10-fach oder noch mehr gezoomt?
Beispiel 2: Die Stadt zahle 90%. Bei dieser Behauptung rechnen die Gegner mehrfach getürkt. Das Baurecht von 32 Millionen wird als cash eingerechnet. Für die Stadt kostet dies nichts, weil das Land ohne Einzonung nicht verwertet werden kann. Zusätzlich rechnen die Gegner 99 Jahre Miete dazu, als ob alle Ersatz- und Sanierungsmassnahmen ansonsten gratis wären. Die Gegnerschaft bezieht auch nie das Gesamtvolumen von 300 Millionen mit ein. Ohne Baurecht zahlt die Stadt lediglich 72 Millionen an die Investitionen. Die Vorzone gebe 50 Millionen Einnahmen für die Investoren. Dank dem Flugblatt der Schande21 weiss ich jetzt wie sie rechnen. Sie blenden die jährlichen 300’000.- Franken Betriebskosten aus. Den Unterhalt rechnen sie ebenso nicht. Klassisch werden Einnahmen mit Gewinn verwechselt. Die Auslastung der Parkplätze rechnen sie mit 70%, entgegen dem städtischen Bericht von 10%. Das ganze multiplizieren sie mit 99 Jahren.
Beispiel 3: Profit ist nicht garantiert. Grossbanken und Generalunternehmer gehen ein Risiko ein, mit dem sie profitieren oder auch verlieren können. Ich selber bin froh, dass die Stadt Luzern nicht in die Betriebsgesellschaften eingebunden ist, obwohl die Gegnerschaft dies fordert. Wenn dem so wäre, müsste die Stadt auch ein allfälliges Risiko tragen. Das Stade de suisse spricht gegen eine Beteiligung in der Betriebsgesellschaft, weil in Genf die öffentliche Hand Verluste tragen musste. Beim Luzerner Vertragsmodell ist dies gerade nicht der Fall.
Beispiel 4: Die Schiesshalle versiegelt keine Grünfläche. Sie selber ist begrünt und dank ihr kann der alte Luftdruckstand abgerissen werden.
Beispiel 5: Schulhaussanierungen werden nicht wegen der Allmend zurück gestellt. Weder werden alle Schulanlagen um mindestens zwei Jahre zurück gestellt, noch einzelne um sechs Jahre. Gerne möchte ich wissen, welches Schulhaus wegen der Allmend zurück gestellt wurde, damit ich mich dagegen wehren kann! Auch in der Gesamtplanung findet sich keinen solchen Hinweis!
Beispiel 6: Das Hallenbad bietet viel mehr Schwimmfläche und Bewegungsfläche als das alte Hallenbad. Wie man plötzlich ein Aussenbecken fordern kann, ist mir schleierhaft. Die Forderung nach einem 50-Meter-Becken ist unnötig. Dies will kein Schwimmverein – also der Bedarf ist gar nicht da.
Beispiel 7: Warum die Hochhäuser nicht landschaftsverträglich sein sollen, wissen vermutlich auch nur die Gegner. Diese Häuser sind am besten Ort der Stadt, weil sie von den nächsten Häusern genug entfernt sind. Mit 200m Abstand gibt es die Schattenwurfproblematik höchstens für 10 Minuten. Hierin unterscheidet sich der Hardturm. Dort wirft das geplante Stadion! Schatten an die benachbarten Häuser und produziert durch das innerstädtische Einkaufszentrum massiven Mehrverkehr. Dies ist auf der Allmend gerade nicht der Fall.
Selbst wenn ich ein Gegner des Allmendprojektes wäre, würde ich mich schämen, wie dagegen argumentiert wird. Ich empfehle umso überzeugter mit JA zu stimmen.
