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Grenzen überwinden (Littau-Luzern)

5. Dezember 2009, von Christian Hochstrasser

Standpunkt in der Luzerner Rundschau

In der Silvesternacht verschwindet die rund drei Kilometer lange Gemeindegrenze zwischen Littau und Luzern. Irgendwo zwischen Häuserzeilen überquerte man diese, meist unbewusst. Trotzdem war diese Grenze in der Entwicklung der beiden Gemeinden immer von Bedeutung. Denn die Kompetenzen und oft auch der Horizont der Gemeindebehörden beider Seiten hörten genau dort auf. Nun ist der Weg frei für eine gemeinsame Entwicklung. Was darf man sich erhoffen?

Erschliessen und Einzonen von Landreserven in Littau? Weitere Ansiedelung von Unternehmen im Littauer Boden? Schaffung von gehobenem Wohnraum für das Segment „Double Income – No Kids“? Abwerben von Steuerflüchtlingen aus anderen Regionen? Ist das die gewünschte gemeinsame Entwicklung im Einklang mit dem ruinösen Steuerwettbewerb?

Oder bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr, z.B. im Ruopigenquartier? Erhalt von Grünflächen und Naherholungsgebieten für die Bevölkerung? Förderung von breitem kulturellem Leben? Bezahlbare Wohnungen für Familien? Lebenswerte Alterswohnungen? Sichere Velo- und Fussgängerwege, auch an stark befahrenen Stellen? Ich meine, das wären Entwicklungen, damit die Stadt Luzern weiterhin mit Lebensqualität überzeugt.

Die Fusion zwischen Littau und Luzern eröffnet die Chance, verschiedene Fragen, besonders in der Stadtentwicklung und Raumplanung gemeinsam zu lösen. Unter dem Strich muss es aber um die Lebensqualität für die StadtbewohnerInnen gehen, unabhängig davon ob sie im Würzenbach, in der Neustadt, in Reussbühl oder in Littau Dorf leben.

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