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Hochschule ist gefährdet

19. November 2010, von Nino Froelicher

Leserbrief zur Bildungspolitik, NLZ vom 19. November

In der Novembersession des Kantonsrates gab es heftige Diskussionen zur Hochschule Luzern. Mit einer Bemerkung wollten die Grünen im Integrierten Finanz- und Aufgabenplan (Ifap) festhalten, dass diese fünf Teilschulen umfassen müsse. Die Grünen erachten es als grobfahrlässig, wie die Mehrheit des Parlaments mittels Sparvorgaben die Schliessung einer der Teilschulen in Kauf nehmen will. Dies schwächt das Gesamtprofil der Hochschule so weit, dass ihr bei der nächsten Strukturbereinigung in der Hochschullandschaft Schweiz als bereits heute zweitkleinste Hochschule die Schliessung droht.

Während die Redaktion dieser Zeitung bei der Ratsberichterstattung auf das Thema Kruzifixe setzte, fanden Diskussionen statt, die dieses Thema um Meilen überragten. Unter Verweis auf die von 4600 Unterzeichnenden eingereichte Petition «Für den Bildungsstandort Luzern – Zentralschweiz» hatten Grüne und SP Anträge eingereicht. Einer verlangte, dass der Staatsbeitrag der Hochschule Luzern für 2011 um 1,95 Millionen Franken zu erhöhen sei. Der Grossteil der CVP/FDP drückte sich um das gewünschte klare politische Statement. Sie rettete sich in die Argumentation, die Planungs- und Finanzkommission (PFK) werde 2012 die Spitzen der Hochschule Luzern «anhören», und es gelte, den Planungsbericht zur tertiären Bildung abzuwarten. Nur einige wenige Bürgerliche konnten sich zum Bekenntnis für das Gesamtprofil der HSLU mit fünf Teilschulen aussprechen. Der Antrag auf eine Namensabstimmung unterlag – die rückgratlose Art, sich der politischen Verantwortung zu entziehen.

Eine Reaktion zu “Hochschule ist gefährdet”

  1. lorenzo

    ach, immer dieses lamento. tatsache ist doch, dass die kantonalen ausgaben für die hochschule luzern zwischen 2008 und 2012 um über 16 prozent ansteigen. wie sie vor diesem hintergrund von „sparen“ reden können, ist doch mehr als verwunderlich!

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