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Grüne für sanierte Strassen
27. Dezember 2010, von Philipp FedererWas sind das für Zeiten, wenn Grüne sich für sanierte Strassen einsetzen müssen, weil die Bürgerlichen sie verlottern lassen?
Der Grosse Stadtrat diskutierte das vierte Sparpaket. Mit ihm verabschiedete der Rat folgende befristete Massnahme. Die Stadt wird während 4 Jahren jährlich 0,5 Millionen einsparen, indem sie die normale Werterhaltung der Strassen unterschreitet. Diese Massnahme gehört nicht zum offiziellen Sparbetrag, weil sie nicht nachhaltig ist und später auch nicht ausgeglichen werden soll. Wenn dem so ist, so sollte sie erst recht nicht umgesetzt werden. Doch die Bürgerlichen wollen prozentual die kritischen und schlechten Strassen verdoppeln. Wozu wohl? Damit es mehr Unfälle gibt und die aufgeschobenen Sanierungen etwa teurer werden? Genau zu diesem Fazit kommt der Verband der Schweizer Strassen- und Verkehrsfachleute. Sie schreiben im Bericht „Zustandsanalyse und Werterhaltung bei den Kantonsstrassen in der Schweiz.“ „Eine Wiederinstandsetzung der betroffenen Strassenabschnitte kommt dann deutlich teurer zu stehen, als wenn Sanierungsarbeiten rechtzeitig vorgenommen werden. Im Interesse effizient eingesetzter Finanzmittel sollten bei den Unterhaltsinvestitionen deshalb keine Verzögerungen in Kauf genommen werden.“
CVP/FDP/SVP/glp beeindruckte dies nicht. Sie schmetterten an diesem Tag alle Vorschläge einstimmig ab, auch unseren Verzichtsantrag zu diesem Thema. Eine Diskussion gab es trotz den Fakten nicht. Am nächsten Tag stand in der Zeitung, nur die Linken und Netten trötzeln. Dies ist jedoch wieder eine andere Geschichte zum leidigen Monopolblatt Neue LZ.

Quellen:
Rechnung 2006
Rechnung 2009
Voranschlag 2011, Seiten 136, 137+139

Am 27. Dezember 2010 um 19:08 Uhr
Wo immer mehr Strassen gebaut werden, nehmen auch die laufenden Kosten ständig zu.
In anderen Staaten wird bewusst auf Sanierung von Strassen verzichtet, weil schlechter Strassenbelag die Autofahrer zwingt, die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Am 28. Dezember 2010 um 15:22 Uhr
Ja Carlo, da bist du an den Grünen gelangt, der seit 34 Jahren immer wieder gegen Strassen kämpft: T10, Schwanderholzstutz, Rontalzubringer, Bypass, eigenes Flugblattzum Südzubringer, um nur einige zu nennen.
Zeige mir die anderen Städte, die bewusst auf Sanierungen verzichten! Ich kenne keine, ausser, sie wollen sparen. Im Veloblog hat es übrigens ein paar schöne Fotos von Schlaglöchern, die nicht geflickt werden, obwohl sie sehr gefährlich sind. Bis 2014 sollen gespart werden, das heisst noch mehr Schlaglöcher. Weisst du wozu unter anderem? Damit sie die Grossprojekte Bypass und Südzubringer bauen können. Dies kannst du bei den Gegner der Städteinitiative nachlesen.