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Atomwiderstand seit je!
20. März 2011, von Philipp Federer1979 wurde über die Atomschutzinitiative abgestimmt. Die Fronten waren klar und der Kampf heftig. Die Atomlobby zeigte in jeder Gemeinde ihre Propagandadias. Dabei zeigten sie nur den halben Initiativtext. Die Initiative wurde formal bekämpft, wozu diese Manipulation des halben Initiativtextes nötig war. Als 17-jähriger stand ich auf und forderte meinen CVP-Onkel und Richter auf, zu bestätigen, dies sei nicht der ganze Initiativtext. Der Onkel schwieg.
Weitere AKW-Erlebnisse: Ich schrieb damals meinen zweiten Leserbrief, verteilte Flyer, schrieb für Schulkollegen Vorträge und widersprach an einer öffentlichen Veranstaltung in Hitzkirch dem Physiklehrer. Er benutzte Albert Einstein als Befürworter der Atomenergie, ich als Gegner der Atomenergie. Ein paar Wochen später nahm derselbe Physiklehrer mir eine mündliche Aufnahmeprüfung ab. Seine Note in Physik verhinderte mir den Wechsel an das Lehrerseminar Hitzkirch. Mir fehlten insgesamt 0,5 Punkte. Die Mitgliedschaft bei der gewaltfreien Aktion Inwil war selbstverständlich, wie auch die spätere Mitgliedschaft bei der UDEO. Und an die grossen AKW-Demonstrationen Gösgen-Graben mag ich mich gut erinnern. Ein Detail noch zum AKW-Graben. Dieses AKW wurde nie gebaut, jedoch erhielt die Elektroindustrie eine Abfindung von 267 Millionen. Mein Strassenbaugegner, der Luzerner FDP-Nationalrat Manfred Aregger präsidierte damals die zuständige Kommission.


Am 20. März 2011 um 18:10 Uhr
Ist die bürgerliche Mehrheit in der Schweiz unfähig vorauszudenken?
Erdbeben und Hochwasser waren schon vor dem Atom-Crash von Fukushima eine Bedrohung für die AKWs in der Schweiz. Dass sich die politische Mehrheit in der Schweiz immer erst bewegt, wenn ein Anstoss vom Ausland her kommt – siehe auch das Bankgeheimnis – ist ein Zeichen für mangelnde Sensibilität und Voraussicht.