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Masterplan Luzern-Nord ohne ökologischen Fortschritt

23. März 2011, von Sekretariat Grüne Luzern

Leserbrief von Monique Frey, Grüne Emmen

Mit dem Masterplan Luzern Nord wird die Bau- und Zonenplanung rund um den Seetalplatz und das Verkehrsprojekt ‹Epsilon optimiert›, sowie das Hochwasserschutz und Renaturierungsprojekt Kleine Emmen, vordefiniert. Ein Platz, ideal in der Stadtregion Luzern gelegen, der unbestritten eine Aufwertung erfahren soll. Die Grünen fordern eine Verdichtung nach innen und sind gegen zusätzliche Einzonungen an den Siedlungsrändern. Der Seetalplatz ist also das ideale Anschauungsprojekt, um eine nachhaltige zukünftige Entwicklung der Region anzugehen. Doch statt mit einem Verkehrsleitsystem den motorisierten Individualverkehr zu lenken und die Busse zu bevorzugen, wird ein teurer Aus- und Neubau des Seetalplatzes vorbereitet mit prognostiziertem 30% Mehrverkehr! Und statt im Masterplan Mobilitätskonzepte vorzuschreiben und damit das autoarme/autofreie Wohnen und Arbeiten zu fördern, wird der Verkehr als von Gott gegeben angesehen. Auch nach der AKW-Katastrophe in Japan ist man immer noch nicht bereit, der Energieverschwendung Einhalt zu gebieten und für Neubauten mindestens den Minergie-P Standard zu fordern. Es ist höchste Zeit den Umbau unseres Wirtschaftsverständnisses anzugehen. Denn dies braucht viel Zeit und diese läuft uns schnell davon! Der Einwohnerrat von Emmen hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und es gestern verpasst, ökologisch zukunftsfähige Planungsrichtlinien zu erstellen. Wir Grüne haben keine Eigeninteressen, wie sie uns vom Gemeindepräsident Willi unterstellt wurden, sondern setzen uns für den Schutz der Umwelt, für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen auch für unsere zukünftigen Generationen und für soziale, wirt­schaft­liche und politische Gerechtigkeit ein.

Eine Reaktion zu “Masterplan Luzern-Nord ohne ökologischen Fortschritt”

  1. Chris Kravogel

    An der GV des Quartiervereins Reussbühl wies Stefan Roth darauf hin, dass die Neubauten die im Masterplan Luzern-Nord vorgesehen sind nach dem Minergie-P Standard gebaut werden müssten.
    In der NLZ vom Montag 21. März 2011 versichert Ernst Schmid, Gesamtkoordinator der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur, dass dem Langsamverkehr „Gute Bedingungen“ gewährleistet werden.
    Der Masterplan sieht zudem einen Einbezug der Quartiervereine vor.

    Das alles hört sich soweit gut an, aber kann man sich auf diese Aussagen verlassen? Gefässe für den Einbezug der Quartiervereine fehlen. Gemäss Leserbreif von Monique Frey ist eine Festschreibung des Minergie-P Standard nicht zu finden und „Gute Bedingungen“ läst viel Interpretationsspielraum.

    Wenn man mit Forderungen konkreter wird, hört es sich dann auf einmal ganz anders an. So wird die von Reussbühl geforderte S-Bahn Haltestelle Schiff von Ernst Schmied als „nicht sinnvoll“ bezeichnet.
    In Bezug auf eine „Entschärfung der Problematik erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Ruopigenstrasse“ kommt nur die Antwort „die Lösungsmöglichkeiten sind begrenzt“.

    Der Masterplan Luzern-Nord hat viele gute Ansätze, wir müssen aber mehr als ein Auge darauf halten, dass die für uns Grüne wichtigen Themen entsprechend aufgenommen und umgesetzt werden.

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