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Roth’sche Hüte

29. Juni 2012, von Alain Greter

Toll, wie sich der neue Stadtpräsident Roth bereits vor Amtsantritt auf allen Ebenen für „sein“ Luzern einsetzt. Zum Beispiel im Kantonsrat für ein Gesamtverkehrskonzept für Stadt und Agglomeration Luzern.

Auch in Bundesbern versucht er, verkehrspolitische Pflöcke einzuschlagen. Vor dem Bau einer allfälligen zweiten Gotthardröhre soll der Bypass, die Stadtumfahrung, erstellt werden. Andernfalls drohe laut dem künftigen Stadtpräsidenten der Verkehrskollaps. Genau mit dieser Argumentation hätte er jedoch auch die Neugestaltung des Seetalplatzes ablehnen müssen. Die Kapazitätserweiterung um 30 Prozent führt nämlich zum vorprogrammierten Kollaps auf den meisten Strassen zum Seetalplatz hin oder von diesem weg – insbesondere in Richtung Luzerner Innenstadt. Vor dem neuen „Super“-Kreisel hätte man nach dieser Logik also die diversen Nadelöhre um den Kreisel herum beseitigen müssen.

Ich bin gespannt, was die beiden Roth’schen Hüte (Stadtpräsidium und Kantonsrat) uns in Zukunft noch bescheren und wessen Bedürfnisse gedeckt sein werden. Ende 2011 hatte er im Kantonsrat für den Abriss der Zentral- und Hochschulbibliothek gestimmt, und damit wollte auch er dieses städtebauliche Bijou opfern, um die Kantonsfinanzen angeblich zu entlasten.

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