- John bei Weshalb es ein JA zum Covid 19 Gesetz braucht
- Michael Töngi bei Weshalb es ein JA zum Covid 19 Gesetz braucht
- John bei Weshalb es ein JA zum Covid 19 Gesetz braucht
- Beat Koch bei Vernehmlassung Agglomerationsprogramm 4. Generation - GRÜNE fordern Verzicht auf Bypass und Fokus auf öV, Velo- und Fussverkehr
- Andreas Schönbächler bei Ständeratswahlkampf: Grüne Parteispitze bevorzugt stille Wahl
Existenzsicherndes Grundeinkommen
25. September 2007, von Heidi RebsamenHeute habe ich einen interessanten Link in meinem elektronischen Postfach gefunden. Es geht dabei die Weiterverbreitung der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Bezeichnenderweise wirft diese Idee in der Schweiz keine grossen Wellen. Sie wird in unseren Medien nicht beachtet und folglich findet kein öffentlichen Diskurs statt. Mit „nur“ 100’000 Arbeitslosen (2.6% im August) scheinen wir die Probleme noch in Griff zu haben. Ich habe auch schon von Ökonomen gehört, die über eine Arbeitslosequote von 5% bereits von Vollbeschäftigung sprechen. Das finde ich sehr zynisch, die vielen Einzelschicksale im Auge, für welche die Arbeitslosigkeit eine schlimme Zeit bedeutet.
Tatsache ist aber, dass wir auch in der Schweiz bereits in der ausklingenden Arbeitsgesellschaft angekommen sind. Seit Beginn der 90er Jahre verzeichnen wir eine Sockelarbeitslosigkeit. Das bedeutet für die Zukunft, das es bezahlte Erwerbsarbeit nicht mehr für jede und jeden geben wird. Deutschland schreitet da exemplarisch voran. Die Folgen könnten mit einem existenzsichernden Grundeinkommen abgefedert werden. Die Vorteile dabei sind bestechend:
Es macht den Menschen auch jenseits der Erwerbsarbeit handlungsfähig, setzt Existenzängsten ein Ende und garantiert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Es gibt den Menschen die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und reduziert den aufgeblähten Verwaltungsapparat auf ein Minimum. Denn wo ein Grundeinkommen den Lebensstandard sichert, braucht man weder Sozialhilfe noch Arbeitslosengeld, keine AHV oder Kinderzulagen.
Für mich stellen sich aber auch Fragen: Wie tief würde das Existenzminimum gesetzt? Würde der Verwaltungsapparat tatsächlich überfüssig? Welche neue soziale Differenzierung würde sich einstellen? Kann die Gleichstellung der Geschlechter besser eingelöst werden?
Dennoch die Idee überzeugt mich. Wir werden auch in der Schweiz nicht umhinkommen, uns mit neuen Ideen jenseits des traditionellen Sozialstaates auseinder setzen zu müssen. Im Dezember diskutieren übrigens die deutschen Grünen an ihrer Bundesdelegiertenkonferenz das Grundeinkommen.
Der Link: www.podium24.de

Am 25. September 2007 um 12:30 Uhr
Spannendes Thema. Es gibt in der Schweiz schon auch Leute, die sich damit befassen, siehe hier:
http://www.initiative-grundeinkommen.ch
Am 28. September 2007 um 21:52 Uhr
lieber roman
das habe ich mittlerweile auch festgestellt. es gibt sogar ein ableger eines internationalen netzwerkes (basic income earth network b.i.e.n), bei welchem sich ein ehemaliger studienkollege engagiert. leider dringen sie aber nicht in den öffentlichen diskurs vor und es gibt auch keine bekannte wirtschaftspersönlichkeit wie in deutschland, die sich für diese idee stark macht.