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Fortschrittliche Umweltpolitik?
20. September 2007, von Roman Brusa
Titel: „Fortschrittliche Umweltpolitik“, Text: „Wer engagiert sich wie keine andere Partei für den Doppelspurausbau der Bahn am Rotsee? Wer betreibt eine nachhaltige, umweltverträgliche Verkehrspolitik? Wer bekennt sich vorbehaltlos zur Förderung erneuerbarer Energie und mehr Effizienz im Energieverbrauch? …“ – und daneben das idyllische Bild vom Entlebucher Windrad.
Was meinen Sie, woher das stammt? Ein Wahlflyer der Grünen aus den 80er-Jahren? Nein, nein, wo denken Sie hin! Das sieht zwar ganz so aus, stammt aber aus dem Wahlprospekt 2007 der Luzerner FDP! Es ist natürlich erfreulich, wenn die FDP die Umweltpolitik entdeckt und merkt, dass Massnahmen zum Schutz der Umwelt nicht gegen die Wirtschaft gehen, sondern ihr im Gegenteil neue Impulse verleihen. Endlich, könnte man sagen, es hat zwar lange gedauert, aber besser spät als nie.
Daneben aber bleiben ein paar Fragen: Weshalb denkt die FDP, ausgerechnet jetzt sei es Zeit für ihre „fortschrittliche Umweltpolitik“? Warum hielt man die Leute, welche diese fortschrittliche Umweltpolitik schon vor 25 Jahren forderten, bis heute nicht für fortschrittlich, sondern vielmehr für „ahnungslose wirtschaftsfeindliche Spinner“? Und, liebe FDP, ist euer Bildchen von der umweltfreundlichen Energiegewinnung nicht ein bisschen geschönt? Müsste das bei euch nicht eher irgendwie so aussehen?


Am 22. September 2007 um 16:33 Uhr
Perfekte Fotomontage: Genau so sieht die Energiepolitik der FDP aus.