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Unverschämt guter Deal – aber nicht für die Stadt

18. November 2008, von Christa Stocker

Leserinnenbrief zur Allmend-Vorlage, NLZ 15.11.2008

Es ist unbestritten, dass Luzern ein neues Stadion für den FC Luzern und einen attraktiven Ersatz für das alte Hallenbad braucht. Viele Breitensportanlagen müssen erneuert und ersetzt werden. Auch dies ist unbestritten! Es stellt sich nun die Frage, ob die vorgeschlagene Lösung der richtige Weg ist, um zu neuen Sportanlagen zu kommen. Auf den ersten Blick wirkt das Investorenmodell überzeugend. Die Stadt nimmt 15 Millionen in die Hände und erhält ein Luxusstadion für über 60 Mio. Franken. Tatsache ist aber, dass die Stadt trotz Investorenmodell über 90 Prozent der Gesamtaufwendungen für die Sportinfrastruktur über das Baurecht, die Finanzbeiträge oder die Mieten zahlen wird. Wir sprechen heute von 110 Millionen Franken.

Aus meiner Sicht erhält der Investor mit den vorliegenden Baurechtsverträgen einen unverschämt guten Deal. Die Stadt erstellt die attraktive Vorzone, die Einnahmen aus den Parkplatzgebühren kann aber der Investor einstreichen. Durch das komplexe Konstrukt und die Baurechtsverträge, die 99 Jahre gelten, werden die Mitsprache und Mitgestaltungsmöglichkeit der Stadt Luzern aus meiner Sicht zu stark eingeschränkt. Die Allmend wird als Naherholungsraum durch die zusätzlichen Hochbauten verlieren. Die Wohntürme und die Schiesssporthalle werden zu neuem Publikumsverkehr und zu weiteren Nutzungskonflikten führen.

Eine Reaktion zu “Unverschämt guter Deal – aber nicht für die Stadt”

  1. Philipp Federer

    Der Leserbrief verbreitet klare Unwahrheiten. Die 90% habe ich schon im früheren Blog als falsch kritisiert. Sie suggerieren, dass dies Bargeld ist. Immerhin ist Christa in ihrem Leserbrief ehrlich, dass sie das Baurecht, Finanzbeiträge und Mieten dazurechnet. In den Flugblättern wird dies einfach weggelassen, obwohl dies lange Mieten und dementsprechend hohe Beträge sind.
    Auch zur angesprochenen Vorzone habe ich im ersten Blogbeitrag hingewiesen, wie falsch gerechnet wird, wobei Christa auch hier vorsichtiger ist und keine Zahlen mehr nennt. Der Aufwand und der Unterhalt fehlen auch hier. Die GegnerInnen (z.B. Herr Ammann) schrieb gestern in einem Leserbrief, die Stadt garantiere den Investoren 0,5 Mio. jährlich, was in den Verträgen zu lesen sei. In den Verträgen steht aber nichts von garantierten Einnahmen, sehr wohl jedoch von Unterhalt- und Betriebskosten.

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