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Unverschämt falsche Argumente
23. April 2009, von Michael TöngiLeserbrief zu den Abstimmungen über den Beitritt zur «Steuerungsgruppe Stadtregion Luzern», NLZ 22. April 2009
Das Komitee für ein eigenständiges Kriens behauptet, bei einer Fusion werde der Sonnenberg mit Villen überbaut. Das Argument ist falsch, und es ist geradezu unverschämt. Vor ein paar Jahren wollten SVP und FDP einen Teil des Gabeldingen-Landes einzonen und überbauen. Nur dank dem Widerstand der Grünen und der JCVP sowie Teilen der CVP und SP wurde die weitere Zerstörung des Sonnenbergs an der Urne sehr deutlich abgelehnt. Ausgerechnet jene Parteien, die heute mit dem Erhalt des Sonnenbergs Werbung machen, wollten also damals noch mehr vom Sonnenberg überbauen. Sie schmücken sich jetzt mit fremden Federn.
Die Stadt Luzern trägt wie Kriens Sorge zu ihren Naherholungsgebieten. Auch in der Stadt werden die Hügelkuppen nicht überbaut. Weshalb müssen die Gegner eines Beitritts der Gemeinde Kriens auf solche falschen Argumente zurückgreifen? Warum wird eine derartige Angstkampagne gemacht?

Am 25. April 2009 um 14:13 Uhr
Glauben macht seelig
Angst darf man schon haben, von den vor Ortsfusionen für die Allgemeinheit (noch) zugänglichen Naherholungspläte wie z. B. in Horw am See könnten aber die Horwer noch mehr Angst haben als die Krienser. Die Horwer Halbinsel stünde parat zum freien Villenverbau für sehr Begüterte, direkter Seeanstoss ist fast gewährt.
Also bevor man diese Naturperlen fusioniert…., weshalb soll oder kann man die Naherholungsgebiete nicht zuerst gesetzlich für die Allgemeinheit sichern indem man bspw. die Zonen im Sinn der Allgemeinheit dementsprechend garantiert seitens der Stadt Luzern, vor einer Stadtfusion.
Vermutlich hätten grössere Bevölkerungskreise mehr Vertrauen in die geplante Fusionitis wenn man vor Abstimmungen solche Vereinbarungen kommuniziert.
Was auf der Horwer Halbinsel zonenmässig die nächsten 20 Jahre passiert steht in den Sternen. Ich verstehe gewisse Befürchtungen eines Teils der Bevölkerung in Horw wenn man dann halt nach einer Fusion zum Grossluzern nicht mehr viel zu sagen hätte betreffend Zonenplanänderungen.
Schneeberger, Grünliberalist
Am 26. April 2009 um 13:22 Uhr
das ist ja gerade der witz an der ganzen diskussion. wir stimmen jetzt erst darüber ab, ob man über eine fusion überhaupt diskutieren will und eben nicht über die fusion. logisch, dass vor einer abstimmung über eine fusion solche fragen geklärt sein müssen. aber das war vom vorgehen jetzt gar nicht möglich. darum ist aus meiner sicht die jetztige abstimmung eigentlich auch überflüssig, denn die stimmbevölkerung muss zu etwas ja sagen, was eigentlich sache der exekutive ist, nämlich das einleiten eines prozesses.
Am 28. April 2009 um 07:27 Uhr
Sehr richtig lieber Herr Töngi,
Wir Schweizer stimmen sowieso in vielen Belangen zuerst darüber ab, ob man über Geschäfte erst diskutieren soll und im internationalen Rahmen (Bern) erst recht, bevor sie andere für oder gegen uns machen und wir nur noch reagieren können.
Die letzte Bemerkung gehört zwar nicht zum regionalen Thema oben, auffallend ist aber eine gewisse Kongruenz unserer Fähigkeiten, regionale Probleme anzupacken im Vergleich mit der Bewältigung internationaler Probleme.
Soeben nehmen wir doch noch das neuste Beispiel aus Bundesbern zur Kenntnis wo darüber nachgedacht wird, ob der Finanzminister einer international organisierten Einladung zur „Diskussion“ über die Gestaltung der fiskalplitischen und bank(kunden)datentechnischen künftigen Rahmenbedingungen überhaupt folgen will oder nicht bevor man vor lauter Ignoration in der Schweiz wieder vom Ausland eins auf den Deckel kriegt und in einen Hammer reinläuft wie gehabt.
Man darf sich nicht mehr wundern wenn andern ob dieser Haltung in Bern nicht einfach wieder der Kragen platzt. Was noch auffällt, Ex-Botschafter Borer nahm in diversen statements schon zur gegenwärtigen Diplomatie der Schwei Stellung, denn er liegt richtig wenn er meint, wir sollten den Spiess vielleicht mal umkehren und selber agieren statt immer nur reagieren und nicht gleich nachgeben wenn gedroht wird mit dubiosen Listen, die man vermutlich eh nur als provisoria bezeichnet hätte. Schwarze und sone Listen kannte man früher im dunklen Mittelalter in kirchlichen Kreisen, allenfalls heute noch im Bereich HR wenn deren Geschäftspolitik ursprünglich katholisch angehauchten Präferenzen entspringt und man sich auch sonst schwer tut mit zeitgemässerem Verhalten.
Am 28. April 2009 um 08:41 Uhr
Sie kommen vom Thema ab, Herr Grünliberal. Aber interessant: Oben reden Sie der Gesprächsverweigerung das Wort, wenn Sie mit diffusen Ängsten gegen den Beitritt der Gemeinden operieren, und unten weisen Sie zurecht auf mögliche Folgen ebensolchen Verhaltens hin. Was denn nun?
Am 29. April 2009 um 05:47 Uhr
Sie, wie heissen Sie überhaupt? Man hat per 28. April bereits neun Verdachtsfälle gefunden. Sie sind eine(r) davon, geben Sie es zu!
Am 29. April 2009 um 18:35 Uhr
Sie Chutney, hat man Sie immer noch nicht getauft? Sie dürfen es mir sagen wenn Sie wieder der Kirche beitreten wollen. Auch im Chor hätte es noch freie Plätze. Oder können Sie gar nicht singen? Das ist aber schade. Ich zeige es Ihnen wie es geht. Schreiben Sie mir doch ein E-Mail. Ich habe immer gerne Post. Mein neuer Untermieter, Herr Sittich von Welle jr., möchte jeden Morgen in der Früh gleich nach dem Aufstehen mit mir 15 Minuten singen, wir beide werden immer besser. Wenn Sie den Brambergpark kennen, können Sie uns sogar zuhören. In der Wohnung tun wir es auch, aber erst wenn die Leute im Hause alle zur Arbeit gegangen sind.