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Bankgeheimnis – nichts gelernt!
16. Juli 2010, von Philipp Federer
Vor 26 Jahren verteidigte die SBG das Bankgeheimnis. Damals stützte sie die Apartheidspolitik (Rassentrennungspolitik) in Südafrika, heute hilft sie den reichen Steuerhinterziehern.
Beim Räumen und Ordnen meiner Zeitungsarchive stiess ich auf Material zum Bankgeheimnis. Vielleicht mögen sich einige Leserinnen und Leser dieses Blogs an die Bankeninitiative, den Banken-Boykott zu Südafrika und an das Bulletin der Aktion Finanzblatt Schweiz erinnern. Als sich die Linke noch bewegte, wurden in Luzern sogar Boykottwochen organisiert. Dieses Flugblatt behielt ich natürlich. Als Trouvaille fand ich ein Inserat der SBG, heute UBS. Sie waren überzeugt, mit dem Steuergesetz von 1978 die beste Waffe gegen Steuerunehrlichkeit zu besitzen. Zudem schrieben sie „‚Bankgeheimnisse‘ sind schützenswert“. Das Bild zeigt nicht eine Notenbank, sondern eine Sitzbank mit einem Paar unter einem Sonnenschirm, der mit Bankgeheimnis angeschrieben ist. Das ist doch völlig zutreffend, dass sie nicht gestört werden dürfen. – Und CS und UBS setzen sich auch heute noch für ungestörtes Turteln ein – jedoch gemäss zweiter Karikatur.
