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Villenzonen: Grüne Alternativen sind nachhaltig
13. Januar 2011, von Sekretariat Grüne LuzernLeserbrief-Antwort von Alain Greter, Kantonsrat Grüne, Luzern, auf den Leserbrief „Villenzone als Überlebenschance“ vom 11. Januar 2011.
Nein sagen und alles bekämpfen, könne jedes Kind. Dies sei die Haltung der Grünen in Sachen Villenzonen, war vor kurzem in einem Leserbrief aus Aesch zu lesen. Der grüne Widerstand gegen Villenzonen hat tatsächlich auch mit Kindern zu tun.
Wir Grüne setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung ein. Auch zukünftige Generationen haben ein Anrecht auf Lebensraum und -gestaltung. Bezüglich Bodenverbrauch in der Schweiz ist es bekanntlich bereits fünf nach zwölf. Mit Villenzonen wird der Ausverkauf der Landschaft fortgeführt. Villenzonen sind auch keine Lösung, um finanzielle Probleme anzugehen. Alle bürgerlichen Kantonsräte aus dem Seetal haben der Steuergesetzrevision 2011 zugestimmt. Die damit verbundenen Ausfälle für die Gemeinden waren auch ihnen bekannt. Nun sind offenbar alle Mittel recht, um Finanzlöcher zu stopfen. Die speziellen Standorte an Hügellagen mit toller Rundsicht sollen sehr gut verdienenden Leuten die Schaffung ihres ganz persönlichen Paradieses ermöglichen, liess sich einer dieser Kantonsräte zitieren. Und wenn das vermeintliche Paradies nicht lange währt? Kapital und vermögende Leute sind bekanntlich sehr mobil. Was wird dann aus diesem Paradies?
Alternativen zu Villenzonen haben schliesslich nicht nur wir Grüne vorgeschlagen, sondern auch Architekten und Raumplaner: „Dazu gehören der Ausbau bestehender Bauten, zum Beispiel durch Attikaergänzungen, der am Erhalt orientierte Umbau historisch bedeutungsvoller Gebäude für entsprechend interessierte Eigentümer und Ersatz-Neubauten oder bauliche Verdichtungen von Weilern, die deren Struktureigenschaften folgen.“ (siehe Karton. Architektur im Alltag der Zentralschweiz, Nr. 16, S. 14).
Die Planung einer Villenzone ist kurzsichtiger Standortwettbewerb auf Kosten der zukünftigen Generationen. Engagement für eine haushälterische Nutzung des Bodens ist für mich als Politiker Pflicht.
