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Der konsequente Atomausstieg

5. September 2011, von Katharina Hubacher

Die Kommission des Ständerats hat letzte Woche entschieden, dass beim Atomausstieg eine Hintertür offen bleiben soll. Laut Ständeratskommission dürften allenfalls irgendwann in der Zukunft Kernreaktoren einer neuen Generation gebaut werden, falls sie (vermutlich noch nicht formulierte) Bedingungen erfüllen.

Diese „Entscheidung ist so unklar.

Wenn die Ständeratskommission den konsequenten Ausstieg aus der Kernenergie in Frage stellt, dann ist das ein sehr schlechtes Signal. Wir brauchen eine klare, eindeutige Haltung zum Atomausstieg. Nur so werden alle Kräfte, Gelder und Ideen für den Umbau der Energiegewinnung zielgerichtet eingesetzt. Und es macht keinen Sinn, jetzt noch Gelder in die Erforschung neuer Generationen von Atomkraftwerken zu investieren.

 

Die Katastrophe von Fukushima ist schon längst nicht mehr in den Schlagzeilen. Aber nicht abschätzbare Folgen der Kernschmelze halten Bevölkerung und Fachleute dort in Atem. Wir wissen es seit Tschernobyl: Die Folgen für Mensch und Umwelt eines solchen Super GAUs reichen bis weit in die Zukunft.

 

Ein Restrisiko für einen unvorhersehbaren Unfall bleibt auch für  neue Generationen von AKW bestehen. Zudem werden auch neue AKW weiterhin strahlenden Atommüll produzieren, für den wir nach wie vor keine sichere Entsorgung garantieren können. Also: Nur der Ausstieg  ist der Weg der Zukunft. Dort muss investiert werden.

 

 

Katharina Hubacher

Co-Präsidentin Grüne Luzern.

3 Reaktionen zu “Der konsequente Atomausstieg”

  1. Urs Müller

    Ein voreiliger Atomausstieg kann nicht im Interesse der Schweizer Bevölkerung sein. Mit alternativen Energien kann man die dadurch entstehende Stromlücke bei weitem nicht schliessen. Am Ende muss man dann auf Kohle- und Gaskombi-Kraftwerke zurückgreifen oder Atomstrom aus Frankreich importieren. Ist das besser?

    Und wer will schon die ganze Schweiz mit Windrädern, Wasserkraftwerken und Solaranlagen zubetonieren??? Die Grünen müssten ihren Namen dann der Veränderung der Landschaft anpassen und sich in die „Grauen“ umbenennen.

  2. Hubacher Katharina

    Es geht nicht um einen voreiligen Ausstieg, sondern einen nötigen Ausstieg, nur so wird konsequent in die erneuerbaren Energien investiert.
    Der Atomstrom hat keine Zukunft, da auch die Entsorgung des Abfalls immer noch nicht gelöst ist. Der Ersatz für den Atomstrom sind einerseits die erneuerbaren Energien, aber auch der sparsamer Umgang mit der Energie. Sanierungen von Gebäuden, energieeffizientere Geräte usw. werden mithelfen, dass sich unser Energieverbrauch verringert. So wird uns der Umbau der Energieversorgung nicht nur wegbringen vom gefährlichen Atomstrom, sondern auch noch viel Arbeitsplätze schaffen.

  3. Philipp Federer

    @ Urs Müller: zubetonieren mit Windräder und Solaranlagen? Wie geht das? Bei den Wasserkraftwerken wird Beton benötigt, aber nicht bei Windräder und Solaranlagen. Die Zukunft liegt ja nicht nur in diesen drei Massnahmen, sondern auch in Energieeffizienz, Geothermie, Offshore-Windräder, Biomasse, …

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