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Keine Hand Frei
26. Oktober 2015, von Fabio BanzAnlässlich der Abstimmung vom 15. November 2015, wo die Bevölkerung über unsere Initiative „Kinder fördern – Eltern stützen“ entscheidet, organisierten Edith Lanfranconi und Ruth Bollinger am 21. Oktober 2015 im stattkino eine Vorstellung des Films „Keine Hand frei – aus dem Leben alleinerziehender Mütter“ der Regisseurin Ursula Brunner, die auch persönlich an diesem Anlass dabei war.
Der Dokumentarfilm zeigt deutlich, dass es überhaupt nicht einfach ist, alleinerziehend zu sein. Die Protagonistinnen erleben immer wieder Momente, in denen sie körperlich und psychisch am Anschlag sind.
Eine weitere Botschaft dieser Dokumentation ist – und bei der anschliessenden Diskussion konnten dies auch einige der Zuschauer aus eigener Erfahrung bestätigen: Obwohl es heutzutage effektiv mehr alleinerziehende Eltern gibt als noch vor wenigen Jahrzehnten, hat diese Bevölkerungsgruppe nach wie vor einen schwierigen Stand: Es besteht die Möglichkeit, zu gesellschaftlichen Aussenseitern zu werden und auch die finanzielle Unterstützung, die bei gewissen Familien dringend nötig wäre, ist nicht immer gewährleistet. Ebenfalls ist es nicht selbstverständlich, einen Arbeitgeber zu finden, der auf die Situation eines alleinerziehenden Elternteils Rücksicht nimmt.
Katharina Hubacher von der Sozialberatung der Regionen Sursee/Hochdorf, die ebenfalls zum Filmabend eingeladen wurde, konnte die gezeigten Situationen aus ihrem Arbeitsalltag bestätigen. Ursula Brunner erklärte, sie musste beim zuständigen Bundesamt zwei Mal um finanzielle Unterstützung für dieses Filmprojekt bitten, da die Thematik „alleinerziehende Mütter“ von vielen als zu wenig wichtig erachtet wird. Aber dieses Thema und die damit verbundenen Probleme sind aktueller denn je. Darum: Ja zu „Kinder fördern – Eltern stützen“ am 15. November.
