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Sozialschmarotzer in den oberen Etagen
8. Juni 2010, von Eugen BütlerLeserbrief zum Staatsvertrag mit den USA, NLZ 8. Juni
Die SP Schweiz hat ihre Zustimmung zum Staatvertrag mit den USA bezüglich UBS an Bedingungen verknüpft. So sollten die hohen Boni der Bankmanager versteuert werden. Eigentlich vernünftig. Denn wer so viel im Lotto gewinnt, soll etwas vom Gewinn versteuern.
Nun wehrt sich aber ausgerechnet die SVP dagegen. Die Partei des Volkes will keine neuen Steuern für Topreiche. Um das zu verhindern, stimmt sie nun auch für den Staatsvertrag mit den USA. Die Bedingungen der SP sind vom Tisch, die Steuern für das Lotto der Banker fallen weg. Wer denkt, die SVP politisiere fürs Volk und die SP sei völlig daneben, darf das weiterdenken.
Leider stimmt diese Einschätzung in diesem Fall und in vielen anderen Fällen nicht. Die SP setzt sich dafür ein, dass ein Teil des Reichtums nach unten verteilt wird. Die SVP setzt sich dafür ein, dass noch mehr Reichtum nach oben verteilt wird. Dies ist in der Frage der Boni offensichtlich. Viele Sozialschmarotzer sitzen eben auch in den oberen Etagen. Wer das nicht wahrhaben will, dem kann man nicht helfen.
